Vermieter in der Krise: 5 teure Fehler aus der Corona-Zeit | #008
Episode von Irgendwas mit Immobilien – Podcast für Investoren, Eigentümer und Käufer von Christian Gottschling · 12. Mai 2020 · 26 min
Leerstand beginnt nicht mit dem Auszug, sondern mit dem Tag, an dem die Kündigung kommt. Wer als Vermieter in der Krise erst mal abwartet, verliert bares Geld. Hier sind fünf typische Fehler aus der Corona-Zeit – und wie du sie beim nächsten Mal vermeidest.
Hinweis: Die Folge entstand in den ersten Wochen der Corona-Pandemie. Zahlen und Regeln von damals gelten heute nicht mehr, die Denkweise schon.
Die fünf Fehler – und was du besser machst
Vermietung stoppen: Leerstand beginnt mit dem Zugang der Kündigung. Stell die Wohnung sofort wieder online, am besten innerhalb von drei bis fünf Werktagen. Virtuelle Touren oder Einzelbesichtigungen machen das auch in schwierigen Zeiten möglich.
Miete erlassen statt stunden: Beim Erlass ist dein Anspruch für immer weg. Bei der Stundung wird die Miete nur später fällig, gern in Raten. Und die Betriebskosten laufen immer in voller Höhe weiter.
Keinen Nachweis verlangen: Von rund 40 bis 50 Mietern, die nach einer Stundung fragten, blieben am Ende zwei Stundungsverträge übrig. Lass dir die Notlage also belegen, zum Beispiel mit Kündigung oder Lohnabrechnung.
Auf Zinsen verzichten: Bei gestundeter Miete stehen dir Verzugszinsen zu. Viele Vermieter lassen dieses Geld einfach liegen.
Erst Notar, dann Kredit: Unterschreib den Kaufvertrag erst, wenn der Kreditvertrag steht. In einem Fall dauerte ein Gutachten wegen eines vermuteten Bergschadens rund drei Monate.
Der Bonus-Fehler
Zu wenig Liquidität. Wie viel Rücklage du brauchst, hängt vom Objekt ab: Ein Altbau braucht mehr Puffer als ein Neubau. Ohne Reserve wird jede Reparatur zum Problem.
Für wen
Für dich, wenn du Wohnungen vermietest oder kaufst und in unruhigen Zeiten einen kühlen Kopf behalten willst.
Fazit
Krisen verzeihen keine Nachlässigkeit. Vermiete schnell nach, stunde statt zu erlassen, sichere zuerst die Finanzierung und halte immer genug Geld in Reserve.
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