014 Staffel Jahresgespräch Teil 2 - Unterschrieben. Abgelegt. Vergessen.

Episode von Faust und Taube – Konflikte im Team lösen als Führungskraft von Angelo Brandl | Mediator, Coach und Trainer · 9. Oktober 2026 · 10 min

Ein Klopfen. Ein vergilbtes Blatt. Ein Kaffeefleck. Und darunter ein Name. Deiner.

In dieser Folge geht es um etwas, das jeder unterschreibt. Und keiner wieder ansieht. Auch du nicht.

Du erfährst, warum eine Vereinbarung nicht dem gehört, der sie aufschreibt. Warum fünfzehn Minuten mehr bewegen als ein ganzes Gespräch. Und warum eine Liste nichts mit Kontrolle zu tun hat.

Am Ende hast du drei Fragen. Eine davon trägt deine Unterschrift.

Kontaktaufnahme über E-Mail:

Bitte schreibt mir einige Sätze, wo ihr Unterstützung braucht. Wir vereinbaren einen Telefontermin und besprechen Weiteres.

Bitte schreibe an:

[email protected]

Ich freue mich über Deine Kontaktaufnahme.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

Wo liegen in deinem Haus die Vereinbarungen aus den letzten Jahresgesprächen? Und wer hat sie zuletzt geöffnet?

Was passiert mit diesen Vereinbarungen, wenn eine Führungskraft geht?

Welche Unterschrift von dir wartet noch auf ihre Folge?

Goldnuggets

Die Vereinbarung gehört der Mitarbeiterin. Sie bekommt eine Kopie und bringt sie zum nächsten Gespräch mit. Nicht der Chef muss sich erinnern, denn sie darf ihn erinnern.

Das Nachhalten wird noch im Gespräch terminiert. Der Termin liegt in sechs Monaten, dauert fünfzehn Minuten und hat nur eine Frage. Ohne ihn landet jede Vereinbarung im Archiv.

HR ist Gedächtnis, keine Kontrolle. Es gibt drei Häkchen ohne Inhalte, und bei einem Führungswechsel gehen die Vereinbarungen an den Nachfolger. Ohne Gedächtnis bleibt das Gespräch ein Ritual, mit Gedächtnis wird es ein Versprechen.

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