034 Staffel Kommunikation als Führungsaufgabe Teil 1

Episode von Faust und Taube – Konflikte im Team lösen als Führungskraft von Angelo Brandl | Mediator, Coach und Trainer · 21. Oktober 2026 · 13 min

Ein Flur. Eine Kaffeetasse. Zwei Männer, ein Wort. Beide gehen zufrieden weiter. Und drei Meter dahinter steht jemand, der es besser weiß. In dieser Folge geht es um das kürzeste Gespräch im Haus. Und um die Frage, wer eigentlich verantwortlich ist, wenn es schiefgeht. Vermutlich du. Du erfährst, warum dieselben Wörter dreimal etwas anderes sagen. Warum eine gut geschriebene Mail oft niemanden erreicht. Und warum die bequemste Antwort die teuerste sein kann. Am Ende weißt du, was läuft. Und was nicht.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

​ Wie oft hast du diese Woche „Läuft“ gesagt – und was lief wirklich?

​ Wer trägt in deinem Team die Verantwortung, dass eine Information ankommt?

​ Wann hast du zuletzt gedacht: Mail geschickt, alle wissen Bescheid?

Drei Goldnuggets

​ Ohne Rückmeldung ist es keine Kommunikation, sondern eine Durchsage. Kommunikation läuft verbal, nonverbal und paraverbal. Wenn Wörter und Körper sich widersprechen, glauben die Mitarbeiter dem Körper, und zwar immer. Derselbe Satz kann je nach Ton Gleichgültigkeit, Spott oder echtes Lob sein.

​ In der Führung liegt die Verantwortung beim Sender. Auf dem Weg vom Kopf des einen in den Kopf des anderen verändert sich jede Information. In der Übung „Rücken an Rücken“ zeigt sich, dass „rechts daneben“ zwei Bedeutungen hat. Wer etwas erreichen will, muss dafür sorgen, dass es ankommt.

​ Gesagt ist nicht gehört, und „Läuft“ ist nicht „Es läuft“. Panzer erlebt das mit seiner Rundmail, die nur vier von zwölf Leuten gelesen haben. Die Kette geht weiter: gehört ist nicht verstanden, verstanden ist nicht einverstanden, einverstanden ist nicht angewendet. Ein bequemes „Läuft!“ ersetzt keine vier Sätze, und im Flur reicht die Frage „Haben Sie heute Nachmittag fünf Minuten?“.

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