045 Staffel Konfliktmanagement Teil 3 - Konflikte in Sekunden entschärfen - Transaktionsanalyse

Episode von Faust und Taube – Konflikte im Team lösen als Führungskraft von Angelo Brandl | Mediator, Coach und Trainer · 27. Oktober 2026 · 12 min

Eine neue Chefin. Eine erfahrene Kollegin. Eine harmlose Frage. Und drei Sätze später ist der Raum eiskalt.

In dieser Folge geht es um etwas, das in jedem Satz mitspricht. Auch in deinem. Nur hörst du es selten selbst.

Du erfährst, warum Sachfragen keine Sache bleiben. Warum Nicken manchmal schlimmer ist als Widerspruch. Und warum Autorität genau dann verloren geht, wenn du sie einforderst.

Am Ende weißt du, dass du nur eine Seite halten musst. Deine. Und dass das oft reicht.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

​In welchen Situationen rutsche ich am schnellsten ins Eltern-Ich?

​Wer in meinem Team reagiert auf mich oft aus dem Kind-Ich, und was sagt das über meinen Ton?

​Wie klingt bei mir ein echter Erwachsenen-Ich-Satz?

Goldnuggets

​Jeder Satz kommt aus einem Ich-Zustand und landet in einem anderen. Eric Berne unterscheidet Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich und Kind-Ich. Das sind keine Typen, sondern Zustände, zwischen denen wir ständig wechseln. Dieselbe Botschaft landet völlig anders, je nachdem, welches Ohr beim Gegenüber gerade offen ist.

​Kreuzen sich die Ebenen, geht es nur noch um den Ton. Eine sachliche Frage, die als Kontrolle gehört wird, kommt trotzig zurück, und ab dann entgleist das Gespräch. Besonders das belehrende Eltern-Ich einer Führungskraft ruft zuverlässig das Kind-Ich hervor: trotzig oder angepasst. Stummes Nicken sieht bequem aus, aber es denkt nicht mehr mit.

​Du musst nur deine eigene Ebene halten. Erkennen und umschalten: Das Körpersignal, etwa der innere Zeigefinger oder der Kloß im Hals, warnt früh. Dann eine Sekunde Pause, die Sache sachlich benennen und eine echte Frage stellen. Zuerst die Ebene klären, dann die Sache, das ist souveräner als jedes „In diesem Ton…“.

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