012 Mediation - Fünf gegen einen Teil 2 - 🇮🇹 Cinque contro uno - Mediazione Parte 2 dal minuto 09:45

Episode von Faust und Taube – Konflikte im Team lösen als Führungskraft von Angelo Brandl | Mediator, Coach und Trainer · 8. Oktober 2026 · 22 min

🇩🇪 Montag. Neun Uhr. Eine Brille liegt auf dem Tisch. Und ein Satz: Sie haben was?

In dieser Folge geht es um einen Fehler, der aus guter Absicht kam. Und um das, was dahinter wartete.

Du erfährst, warum Hilfe ohne Erlaubnis keine ist. Warum zwei Forderungen sich ausschließen können und die Wünsche dahinter nicht. Und warum ein Satz, der zu spät kommt, trotzdem reicht.

Am Ende kommt eine Mail. Sie ist kurz. Und sie ändert, was du für das Ende hältst.

Kontaktaufnahme über E-Mail:

Bitte schreibt mir einige Sätze, wo ihr Unterstützung braucht. Wir vereinbaren einen Telefontermin und besprechen Weiteres.

Bitte schreibe an:

[email protected]

Ich freue mich über Deine Kontaktaufnahme.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

​Wo habe ich zuletzt über den Kopf eines Menschen hinweg geholfen, und was hat das bei ihm ausgelöst?

​Welche Position höre ich bei den Beteiligten eines Konflikts, und welches Interesse könnte dahinterstehen?

​Welches Thema liegt in meinem Team unausgesprochen auf dem Tisch, so wie hier die Anerkennung?

Goldnuggets

​Ohne Ja keine Mediation, und ohne Gespräch keine Erlaubnis. Silke hat über Herrn Auges Kopf hinweg gehandelt, und für einen Menschen, der Kontrolle braucht, ist das kein Hilfsangebot, sondern ein weiterer Gesichtsverlust. Erst ihre Entschuldigung öffnet die Tür. Die vier Spielregeln: Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Allparteilichkeit und Eigenverantwortung. Ein Mediator ändert niemanden und entscheidet nichts, er sorgt nur dafür, dass man sich wieder zuhört.

​Positionen schließen sich aus, Interessen oft nicht. „Alles läuft über mich“ und „Wir brauchen keinen Chef“ sind unvereinbar. Dahinter stehen aber der Wunsch, nicht überrascht zu werden und für das Team geradezustehen, und der Wunsch, für zwei Jahre Alleinverantwortung anerkannt zu werden. Das Thema, das niemand laut ausgesprochen hatte, war die Anerkennung, und ein einziger Satz dazu bewegt mehr als jede Regel.

​Kontrolle wird nicht aufgegeben, sondern geteilt, und Freiheit wird schriftlich. In drei Sitzungen werden Themen gesammelt, Interessen geklärt und eine Vereinbarung entwickelt: wöchentliche statt tägliche Statusrunde, Kunden-Mails nur bei Eskalationen in Kopie und eine Liste, wer was entscheidet, mit Überprüfungstermin nach drei Monaten. Ehrlich bleibt: Das gelingt nur, wenn alle Seiten freiwillig mitgehen, und nach dem ersten Ja stand das Team noch immer auf Stufe sechs.

🇮🇹

Tre domande di riflessione per te:(Il copione non contiene domande di riflessione, quindi sono state ricavate dall'episodio.)

Quando ho aiutato qualcuno l'ultima volta scavalcandolo, e che cosa ha provocato in lui?

​Quale posizione sento nelle persone coinvolte in un conflitto, e quale interesse potrebbe nascondersi dietro?

​Quale tema è sul tavolo nel mio team senza che nessuno lo dica, come qui il riconoscimento?

​

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