007 Staffel Selbstführung Teil 1 - Wer seid ihr alle - in mir? Das innere Team

Episode von Faust und Taube – Konflikte im Team lösen als Führungskraft von Angelo Brandl | Mediator, Coach und Trainer · 3. Oktober 2026 · 11 min

Ein Schreibtisch. Zehn Minuten. Die Fakten liegen bereit. Und trotzdem steht sie nicht auf.

In dieser Folge geht es um ein Gespräch, das vor dem Gespräch stattfindet. Laut. Ungeordnet. In dir.

Du erfährst, warum Zerrissenheit dich klüger macht statt schwächer. Warum ausgerechnet der Gedanke, den du am liebsten wegschiebst, oft am meisten weiß. Und warum dich nicht weniger Zweifel handlungsfähig machen, sondern mehr Führung.

Am Ende brauchst du fünf Minuten und einen Zettel. Das Schwierige ist nicht der Zettel.

Drei Fragen für dich:

Welche innere Stimme ist bei mir immer am lautesten – und welche überhöre ich?

Welche Stimme habe ich zuletzt weggedrückt – und was wusste sie, das ich gebraucht hätte?

Führe ich mein inneres Team – oder lassen meine Stimmen mich gerade regieren?

Die drei Goldnuggets

Du bist nicht unentschlossen, deinem inneren Team fehlt die Leitung. Innere Zerrissenheit ist keine Schwäche. Die Lösung sind nicht weniger Stimmen, sondern ein Ich, das die innere Sitzung eröffnet und am Ende entscheidet.

Die unbequeme Stimme bringt eine Botschaft. Der Ängstliche ist kein Feigling. Er sieht Risiken, die die anderen übersehen. Die Schlüsselfrage an jede Stimme lautet: „Was willst du schützen?“

Und statt Oder. Eine innere Teamsitzung in vier Schritten dauert fünf Minuten: Sitzung einberufen, jede Stimme hören, ihr Anliegen erfragen, dann entscheiden. So wird aus „klar oder sanft“ die Haltung „klar und behutsam“.

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