Unterschätzt: der Selbstwert bei ADHS

Episode von ADHS Neu Denken - Auch Du Hast Superkräfte von Gorden und Birte · 31. Januar 2026 · 58 min

Kurzfassung

In dieser Folge sprechen Birte und Gorden über die enge Verbindung zwischen ADHS und Selbstwertgefühl. Sie gehen der Frage nach, warum viele Menschen mit ADHS früh einen brüchigen Selbstwert entwickeln und weshalb dieser oft stärker belastet als die ADHS selbst. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit Kritik, Misserfolgen und sozialen Erwartungen – und wie daraus Muster wie Überkompensation, Anpassung oder Rückzug entstehen können. Gleichzeitig zeigen sie auf, wie Selbstwert gestärkt werden kann, ohne ihn von Leistung oder äußeren Bewertungen abhängig zu machen.

Weitere Infos, Kontaktmöglichkeiten und Unterstützung findet ihr unter adhsneudenken.de.

Themen

Der Zusammenhang zwischen ADHS und Selbstwertgefühl

Warum Kritik und Misserfolge den Selbstwert besonders stark beeinflussen

Überkompensation, Kontrolle und Anpassung als Bewältigungsstrategien

Selbstwirksamkeit als Schlüssel zu stabilem Selbstwert

Die Rolle von Resilienz im Umgang mit Rückschlägen

Lob, Anerkennung und positive Verstärkung – sinnvoll eingesetzt

Warum individuelle Strategien wichtiger sind als allgemeine Tipps

Langfassung

In dieser Episode widmen sich Birte und Gordon einem Thema, das im Zusammenhang mit ADHS oft unterschätzt wird: dem Selbstwertgefühl. Viele Menschen mit ADHS erleben nicht nur Konzentrationsprobleme oder Organisationsschwierigkeiten, sondern kämpfen vor allem mit dem Gefühl, „nicht zu genügen“. Die beiden sprechen darüber, warum dieser niedrige Selbstwert häufig schon früh entsteht und sich über Jahre verfestigen kann.

Ein zentraler Faktor dabei ist der Umgang mit Kritik und Misserfolgen. Birte und Gordon erklären, warum Menschen mit ADHS besonders sensibel auf Rückmeldungen reagieren und wie wiederholte negative Erfahrungen dazu führen können, dass Selbstwert zunehmend von Leistung oder Anpassung abhängig gemacht wird. Strategien wie Überkompensation oder der Versuch, alles zu kontrollieren, sind oft verständliche, aber langfristig belastende Reaktionen darauf.

Im weiteren Verlauf der Folge geht es darum, wie Selbstwert unabhängig von äußeren Umständen aufgebaut und geschützt werden kann. Die beiden betonen die Bedeutung von Selbstwirksamkeit – also der Erfahrung, Einfluss auf das eigene Leben zu haben – und zeigen, warum kleine, realistische Schritte oft wirksamer sind als große Veränderungen. Auch Resilienz spielt eine wichtige Rolle, um mit Rückschlägen und Misserfolgen konstruktiv umzugehen.

Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern mit ADHS. Birte und Gorden sprechen darüber, warum Lob und positive Verstärkung wichtig sind, aber auch, weshalb zu viel oder unpassendes Lob dem Selbstwert schaden kann. Entscheidend sei es, Kinder – und Erwachsene – dabei zu unterstützen, ein realistisches und stabiles Bild von sich selbst zu entwickeln.

Die Folge macht deutlich, dass es keine universellen Lösungen gibt. Stattdessen braucht es individuelle Strategien, Akzeptanz der eigenen Stärken und Schwächen sowie ein besseres Verständnis für die eigene Funktionsweise. So kann Selbstwert langfristig wachsen – nicht trotz ADHS, sondern im bewussten Umgang damit.

Takeaways

ADHS geht häufig mit einem fragilen Selbstwertgefühl einher

Kritik und wiederholte Misserfolge prägen den Selbstwert nachhaltig

Überkompensation ist ein verbreiteter, aber oft belastender Bewältigungsmechanismus

Selbstwirksamkeit ist zentral für einen stabilen Selbstwert

Resilienz hilft, mit Rückschlägen konstruktiver umzugehen

Lob und Anerkennung sollten gezielt und passend eingesetzt werden

Individuelle Strategien sind wichtiger als allgemeine Lösungen

Weitere Episoden von „ADHS Neu Denken - Auch Du Hast Superkräfte“

Über den Podcast

Auch du hast Superkräfte

ADHS Neu Denken - Auch Du Hast Superkräfte

Ähnliche Episoden

Alle Episoden von ADHS Neu Denken - Auch Du Hast Superkräfte · Mehr Health Fitness-Podcasts