Was macht die Digitalisierung mit der Liebe?

Episode von Wird das was? von ZEIT ONLINE · 21. November 2019 · 1 h 10 min

Dating-Apps wie Tinder, OK Cupid und Grindr haben die Art, wie sich

Menschen kennenlernen können, drastisch verändert. Wandelt sich durch

solche Datingportale aber auch die Art und Weise, wie wir intime

Beziehungen angehen? Wandeln sich gar die Beziehungen selbst? Vermischen

sich gesellschaftliche Schichten stärker? Wird die Liebe durch die

Portale endgültig ökonomisiert – oder war sie das schon immer?

Diese Fragen beantwortet Thorsten Peetz in einer neuen Folge des

Digitalpodcasts. Er ist Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter im

Arbeitsbereich Soziologische Theorie der Universität Bremen. Eines der

Projekte, das er dort leitet, heißt “Intime Bewertungen. Liebe im

Zeitalter von Tinder”. Im Digitalpodcast erklärt Peetz, warum

Onlinedating nicht oberflächlicher als das analoge Kennenlernen ist,

weshalb der Zufall durch die Portale transformiert wird, welches

emanzipatorische Potenzial hinter den Plattformen steckt, wieso die

Ökonomisierung der Liebe kein neues Phänomen ist – und was es mit der

Gründungsgeschichte einer Beziehung macht, wenn man den Lebenspartner

auf dem Klo gewischt hat.

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