Differentialdiagnostik der dissoziativen Identitätsstörung (DIS) in Deutschland
Episode von Fakultät für Psychologie und Pädagogik - Digitale Hochschulschriften der LMU von Ludwig-Maximilians-Universität München · 18. Juli 2005
Hauptziel der Untersuchung war die Validierung der deutschen Fassung der DDIS (Ross et al., 1989/1997)für die Diagnose der dissoziativen Identitätsstörung. Dafür wurden deutschlandweit an elf psychiatrischen und psychosomatischen Klinik und Ambulanzen 163 PatientInnen untersucht und bei 17 die Diagnose einer dissoziativen Identitätsstörung gestellt. Alle PatientInnen waren bereits unabhängig vordiagnostiziert worden, so dass die Übereinstimmung des Strukturierten Interviewleitfadens für Dissoziative Störungen (SIDDS) mit diesen Diagnosen bestimmt werden konnte. Akzeptiert man diese unabhängigen Diagnosen als den "Gold Standard" bzw. Referenzdiagnostik beträgt die Sensititvität des SIDDS für DIS in dieser Untersuchung 94%, die Spezifität 100%. D. h., von den 18 Personen, die unabhängig die Diagnose einer Dissoziativen Identitätsstörung erhalten hatten, wurden im SIDDS 17 als ebenso diagnostiziert, und alle Personen ohne eine derartige Vordiagnose erhielten sie auch im SIDDS nicht.
Nebenziele der Untersuchung betrafen den Zusammenhang zwischen dissoziativer Störung, dissoziativen Symptomen und Trauma. Die dissoziative Symptomatik wurde andhand des Fragebogens zu dissoziativen Symptomen (FDS, Freyberger et al., 1998/1999)erfasst. PatientInnen mit der Diagnose einer dissoziativen Identitätsstörung erzielten die hochsignifikant höchsten Werte im FDS.
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