Markus Söder: "Ich bin für die Frauenquote"

Episode von ZEIT Bühne von DIE ZEIT · 11. November 2020 · 1 h 15 min

Von Anfang an verhing Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in der

Corona-Krise besonders harte Maßnahmen. Als einer der ersten Länderchefs

führte er den Lockdown ein und steht mit seinem Krisenmanagement oftmals

im Fokus der Debatte um die Corona-Maßnahmen in seinem Bundesland, aber

auch bundesweit. Rückblickend würde er "eigentlich keine Entscheidungen

groß anders treffen".

Im Gespräch mit den ZEIT-Redakteurinnen und -Redakteuren Charlotte

Parnack und Roman Pletter äußert er sich über die aktuellen Proteste

gegen Corona-Maßnahmen. Er warnt in diesem Zusammenhang vor bestimmten

Gruppen, die das Virus politisch instrumentalisieren würden und einen

"sektenähnlichen Charakter" hätten. Das seien "übrigens dieselben

Weltverschwörungsargumente, die auch gegen den Klimawandel angeführt

werden", und es sei "eine Aufgabe der Sicherheitsbehörden, genau zu

analysieren, was dahintersteckt". Man dürfe diese Menschen nicht als

"Spinner" abtun, sondern "auf jedes noch so absurde und abstruse

Argument ein Gegenargument finden". Zur Maskenpflicht sagt er: "Die

Maske ist für mich kein Symbol der Einschränkung, sondern eher von mehr

Möglichkeiten."

Der CSU-Parteivorsitzende spricht sich zudem für eine Frauenquote in

Dax-Vorständen aus: "Ich bin für die Frauenquote." Söder betont: "Es

gibt hoch qualifizierte Männer und Frauen in unserem Land und genauso

viele Frauen wie Männer, die diese Jobs locker machen können."

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