Frank Schätzing: "Irgendwann ist jeder zu Heldentaten bereit"

Episode von ZEIT Bühne von DIE ZEIT · 28. April 2021 · 1 h 03 min

Frank Schätzing saß während der ersten Phase der Corona-Krise gerade an

seinem neuen Roman. Als er bemerkte, dass der Klimawandel in Zeiten von

Corona mehr und mehr in den Hintergrund rückte, ließ ihn das nicht los.

"Das ist die existenziellere Krise, die stellt sich nicht höflich hinten

an", erzählt er im Podcast. Er hat die Arbeit an dem Roman dann

unterbrochen, um ein Sachbuch über den Klimawandel zu schreiben: "Was,

wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise"

(Kiepenheuer & Witsch). Über das Buch und seine Sicht auf die Lage der

Erde spricht der "alte Recherchehaudegen", wie er sich selbst

bezeichnet, mit ZEIT-Redakteurin Christiane Grefe.

"Eine Bedrohung versteht man am besten, wenn man einen kühlen Kopf

bewahrt", sagt er. Schätzing will auch zum Handeln anregen und gibt eine

ganze Reihe praktischer Ratschläge. Dass Einzelne etwas bewirken können,

stimmt Frank Schätzing optimistisch, viel optimistischer, als er es sich

noch vor drei Jahren hätte vorstellen können. Denn mit dem Weltretten

ist es wie mit dem Schwimmenlernen: Erst sind wir ängstlich, aber

"irgendwann ist jeder zu Heldentaten bereit".

Das Gespräch ist eine Aufzeichnung einer Online-Live-Veranstaltung aus

der Reihe "Eine Stunde ZEIT mit …" vom 22. April 2021.

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