Christo, warum laufen Menschen gerne übers Wasser?

Episode von ZEIT Bühne von DIE ZEIT · 16. Dezember 2019 · 57 min

Der Reichstag unter mehr als 100.000 Quadratmetern Stoff. Mehr als vier

Millionen Menschen besuchten 1995 Christos Kunstwerk in Berlin. Der in

Bulgarien geborene Künstler hatte das Projekt mit seiner Frau

Jeanne-Claude entworfen, die vor 10 Jahren gestorben ist. 2016

vollendete er sein erstes Kunstwerk ohne Jeann-Claude: Er installierte

drei Kilometer lange und 16 Meter breite, schwimmende Stege auf dem

Iseosee in Italien.

Es war sehr mühsam die deutschen Parlamentarierinnen und Parlamentarier

davon zu überzeugen, den Reichstag verhüllen zu lassen. Das erzählt

Christo im Gespräch mit ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend. Mit

seinem neuesten Plan war Frankreichs Präsident Emanuel Macron hingegen

sofort einverstanden: Ende 2020 will Christo den Triumphbogen in Paris

verpacken.

Die Millionen Menschen, die seine Aktionen faszinieren sind Christo

egal, sagt er: "Echte Kunst macht man nur für sich selbst. Alles andere

ist Propaganda." Außerdem erklärt er, wie er seine Projekte finanziert

und wie man bis ins hohe Alter fit bleibt.

Diese Folge von "ZEIT Bühne" wurde am 21. Oktober 2019 im Rahmen des

ZEITmagazin-Gespräches in München aufgezeichnet.

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