60 ist das neue 40: Gegen Gürtelrose impfen?
Episode von O-Ton Allgemeinmedizin: Podcast für die Arztpraxis von MedTriX GmbH · 28. Mai 2026 · 25 min
Herpes-zoster-Impfung in der zweiten Lebenshälfte
Viele ältere Menschen fühlen sich fit und jünger als sie sind: 60 ist das neue 40. Beeinflusst das die Impfempfehlungen mit Blick auf Gürtelrose? Dieser Frage geht die aktuelle Folge der Podcast-Serie „O-Ton Allgemeinmedizin Extra“ mit Professor Dr. Jörg Schelling, Martinsried, nach.
Die häufigste Ursache für eine Gürtelrose ist die Schwächung des Immunsystems im Alter – auch bei Menschen, die sich jünger fühlen als das im Reisepass angegebene Alter. Darüber hinaus steigern auch chronische Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder chronische Atemwegserkrankungen das Risiko an Herpes zoster (HZ) zu erkranken.
Eine Gürtelrose kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
Ältere und chronisch Kranke sind nicht nur häufiger von Gürtelrose betroffen, sondern sie haben auch ein höheres Risiko für schwere Verläufe und bei bis zu einem Drittel kommt es zu einer Post-Zoster-Neuralgie. Das Ausmaß mit dem die HZ-bedingten neuropathischen Schmerzen die Lebensqualität beeinträchtigen können, wird jedoch häufig unterschätzt.
Die Impfung schützt
Die STIKO empfiehlt eine Impfung gegen Herpes zoster für alle Personen im Alter von mindestens 60 Jahren. Menschen mit einer schweren Grunderkrankung können bereits ab einem Alter von 18 Jahren zu Lasten der GKV geimpft werden. Um die bisher unzureichende Impfquote zu steigern, empfiehlt Schelling, das Thema Impfen bei jedem Patientenkontakt anzusprechen und ggf. mehr als eine Impfung bei einem Termin zu verabreichen.
Diese Podcast-Episode ist mit freundlicher Unterstützung von GSK entstanden.
https://bit.ly/4hoYfbK
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Über den Podcast
„O-Ton Allgemeinmedizin“ gibt der Allgemeinmedizin eine Stimme – nah an der Praxis, fundiert und verständlich. Der Podcast richtet sich an Hausärztinnen und Hausärzte, an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung und an alle, die sich für die aktuellen Entwicklungen in der Primärversorgung…
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