#24: Warum dein Team wartet, bis du es machst
Episode von Kirsch Royal – der prickelnde Gastropodcast von Maja Kirsch · 7. September 2026 · 18 min
In dieser Folge geht es um eine Falle, die in fast jedem Betrieb entsteht, ohne dass sie jemand bewusst baut: Eine Aufgabe wird im Team angesprochen, aber nie wirklich vergeben, und am Ende landet sie doch wieder bei der Chefin oder beim Chef.
Diese Folge geht der Frage nach, warum das ausgerechnet den gewissenhaftesten Unternehmerinnen und Unternehmern passiert, und was ein einziges kleines Wort damit zu tun hat.
Ich erzähle von
- der Stellvertreter-Falle und warum genau das wie Führungsstärke aussieht, obwohl es das Gegenteil bewirkt
- drei sehr konkreten Situationen dazu aus dem Gastronomie-Alltag
- einer Inhaberin, die die Dienstplangestaltung längst an ihre beiden Führungskräfte übergeben hatte und trotzdem wieder für jede Ausnahme zuständig war
- dem Ja-Reflex, warum ein spontanes Ja im Team oder gegenüber einem Gast mit knappem Veranstaltungsbudget teuer werden kann
- der Frage, wie viele Betriebe übergabefähig sind, wenn die Nachfolge ansteht
- meiner eigenen Buchhaltung, die ich seit Jahren digitalisieren will, und der Übung, mit der ich genau in diesem einen Moment ansetze
Zum Abschluss mein Royal to go:
Diese Übung ist mein Royal to go und sie ist zuerst eine Erinnerung ans Loslassen, dann ein fester Ablauf für genau diesen einen Moment.
Bevor eine Zusage im Team fällt, kommt zuerst die Frage: Wer könnte das sonst übernehmen? Fällt dazu sofort ein Name ein, wird er im selben Satz genannt, nicht „ich kümmere mich“, sondern der Name direkt, noch während die Person, die gefragt hat, im Raum steht. Fällt kein Name ein, kommt kein Ja, sondern: Ich sage bis morgen früh, wer das übernimmt. Und dann wird auch wirklich jemand gefunden, der es übernimmt. Nicht die Chefin. Nicht der Chef.
Und dieselbe Klarheit gilt gegenüber Gästen bei einer Veranstaltungsanfrage: Lieber einmal offen sagen, was mit einem bestimmten Budget realistisch geht, als eine Zusage zu geben, an der am Ende nichts verdient wird.
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