Wie krank war die DDR?

Episode von Wie war das im Osten? von DIE ZEIT · 9. September 2019 · 2 h 12 min

Das Leben in der DDR war nicht ungefährlich: Fabriken und Stahlwerke

pumpten Abgase und Gifte in Luft und Wasser. In manchen

DDR-Krankenhäusern herrschten gruselige Zustände. Die durchschnittliche

Lebenserwartung im Osten lag bis zum Mauerfall zweieinhalb Jahre unter

der im Westen.

Und trotzdem, vieles war auch gut im Gesundheitssystem der DDR – das

sagt Karla Aust in der neuen Folge des Podcasts "Wie war das im Osten?".

Die heute 70-Jährige arbeitete als Ärztin in der DDR, nach der Wende im

Westen, und kann beide Systeme vergleichen.

Ärzte lebten in der DDR ein ganz anderes Berufsleben. Vieles ist heute

besser, erzählt Aust, einiges war damals auch nicht schlecht. "Die

Patienten waren gleicher als heute", sagt sie.

Sie berichtet von Einwegkanülen, die ihr Team säuberte und

wiederverwendete. Von riesigen Schlafsälen und von Privilegien, die

mancherorts nur den Parteibonzen gewährt wurden. Davon, dass sie als

Ärztin weniger als ein Handwerker verdiente. Aber auch davon, dass sie

viel mehr Zeit für ihre Patienten hatte.

Wie funktioniert ein sozialistischer Medizinbetrieb? Was unterscheidet

die Polikliniken von damals von den medizinischen Versorgungszentren von

heute? Und gab es eigentlich Geschenkwarenartikel in sozialistischen

Krankenhäusern? All das und mehr hören Sie im Podcast.

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