Folge 104 mit Anna Kofler als  Geschäftsführerin von Thynk AI und Gründerin des Projekts AI-Mom

Episode von Wie KI Worte wirken von Helga Boss und Heidi Winsauer · 22. Juli 2026 · 25 min

Digitale Mitarbeiter im Verleih & das Aufwachsen mit KI: Wie Algorithmen unsere Kommunikation und Erziehung verändern

In dieser Folge begrüßt die Gastgeberin Helga Boss die Geschäftsführerin von Think AI und Gründerin von AI Mom, Anna Kofler. Zu dritt im Bunde – gemeinsam mit der digitalen Protokollantin Sally – besprechen die beiden Frauen, wie Künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt und die gesellschaftlichen Strukturen revolutioniert.

Anna Kofler teilt ihre Erfahrung aus jahrelanger KI-Praxis und erklärt, warum Think AI KIs nicht als reine Software-Tools, sondern als fertig ongeboardete digitale Mitarbeitende mit klaren Fähigkeitsprofilen vermittelt. Zudem gibt sie als „AI Mom“ wertvolle Einblicke in die Frage, wie Eltern ihre Kinder verantwortungsvoll und kritisch an den Umgang mit sprechenden und scheinbar allwissenden Maschinen heranführen können.

Darum geht es in dieser Folge:

Die neue Disziplin in Meetings: Warum der Einsatz von digitalen Protokollanten wie Sally uns dazu zwingt, Aufgaben am Mikrofon unmissverständlich auszusprechen. Vage Formulierungen wie „Das müssten wir mal machen“ werden durch die KI entlarvt – sie benötigt eine klare namentliche Zuordnung, um fehlerfrei mit Projektmanagement-Tools zu kommunizieren.

Der Personalverleih für digitale Köpfe: Wie fertige KI-Mitarbeiter wie Sven Social Media oder Penelope Photo Unternehmen den zeitfressenden Hype-Dschungel ersparen. Anna Kofler erklärt den Weg von internen Needs zu maßgeschneiderten, DSGVO-konformen KI-Kollegen.

Erst der Kernprozess, dann das Tool: Warum unzählige Produktivitätsgewinne im endlosen Testen von Software verbraten werden und warum sich die Technologie immer an den bestehenden Workflow des Teams anpassen muss – nicht umgekehrt.

Das Vertrauensproblem mit der KI-Stimme: Warum die menschenähnliche, natürliche Sprache von KIs eine psychologische Vertrauensbasis schafft, die gefährlich werden kann. Anna Kofler warnt vor dem blinden Vertrauen in selbstbewusst formulierte Antworten (wie bei der Pilzsuche im Wald) und plädiert für den zwingenden Faktencheck.

Künstliche Intimität und Beziehungs-Prompts: Warum Jugendliche heute Konflikte und WhatsApp-Nachrichten von KIs schreiben lassen und welche Gefahr droht, wenn wir verlernen, zwischenmenschliche Reibungen und echte Konflikte selbst auszutragen.

Praktische Tipps für Eltern (AI Mom): Wie Mütter und Väter mit ihren Kindern spielerisch KI-Fehler jagen, durch eigene Stimmklone für die Gefahren von Deepfakes sensibilisieren und die KI als kreativen Umsetzer statt als denkerischen Vordenker etablieren.

Direkter Kontakt: Anna Kofler auf LinkedIn sowie der dortige AI Mom Newsletter für Eltern und Erziehungsberechtigte.

E-Mail-Adresse: [email protected]

Fotocredits: dryven GmbH

Habt ihr eure Meetings schon mal von einem digitalen Assistenten mitschreiben lassen? Und wie bereitet ihr eure Kinder auf eine Zukunft vor, in der Maschinen wie Menschen sprechen?

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