ADHS bei Kinder: Bildschirmzeit führt zu Fehldiagnosen

Episode von Hinter der Schlagzeile von CH Media · 1. September 2026 · 15 min

In der Schweiz werden immer mehr ADHS-Abklärungen gemacht, vor allem bei Kindern. Eine Fachfrau führt einen Teil des auffälligen Verhaltens aber nicht auf eine Störung zurück, sondern auf den Bildschirm.

ADHS gilt als angeborene neurologische Wahrnehmungsstörung und ist von Autismus zu unterscheiden, obwohl beide zur Neurodivergenz zählen. Auffällig werden Kinder oft schon im Kindergarten: Sie sitzen nicht ruhig oder artikulieren sich schlecht. Die Folgen trägt die Volksschule mit immer mehr Zusatzangeboten.

Anna Wanner, Bundeshausredaktorin von CH Media mit Schwerpunkt Gesundheit, sprach mit einer Autismus- und ADHS-Coach. Diese führt das Verhalten auf zu viel Bildschirmzeit bei Kleinkindern zurück: Sprache, Frustrationstoleranz und soziale Interaktion würden nicht gelernt. «Die Expertin hat gesagt, wir produzieren eine Generation lebensuntauglicher Menschen», sagt Wanner. Fehldiagnosen führten dazu, dass Kinder mit echtem Bedarf zu wenig Hilfe erhalten.

Wo verläuft die Grenze zwischen Wahrnehmungsstörung und antrainiertem Verhalten? Weshalb warnen Fachleute davor, Bildschirmzeit pauschal zu verteufeln? Und wie viel kann die Schule auffangen, was Eltern nicht mitgeben?

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Host und Produzentin: Joëlle Weil

Gast: Anna Wanner

Kontakt: [email protected]

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