Novalis »Monolog«
Episode von Federlese - Philosophie-Podcast von Fee · 24. März 2006 · 4 min
Novalis’ »Monolog« (1799/1800) ist ein Monolog der Sprache selbst. Daß die Sprache immer dann, wenn wir etwas Bestimmtes sagen wollen, unsere Absichten durchkreuzt, ist die Grundeinsicht dieses Textes. Sie ist deshalb ein »ein so wunderbares und fruchtbares Geheimnis«, weil sie eine Welt für sich ausmacht und nicht vor allem mitteilen oder gar informieren will.
So bedeutet für Martin Heidegger der »Monolog« das Zeugnis eines Blitzes, eines Aufblitzens des Sprachwesens nämlich, das erst noch als das Befremdende erfahren und ausgehalten werden muß (vgl. Martin Heidegger: Grundsätze des Denkens, Gesamtausgabe, Bd. 79).
Weitere Episoden von „Federlese - Philosophie-Podcast“
- Platon »Phaidros« 18. August 2006
- F. Schleiermacher »Hermeneutik und Kritik« 1. Juli 2006
- F. Schiller »Über die ästhetische Erziehung des Menschen« 21. Mai 2006
- F. Nietzsche »Menschliches, Allzumenschliches« (188-193) 22. April 2006
- A. Schopenhauer »Die Welt als Wille und Vorstellung« 8. April 2006
- F. Hölderlin »Hyperion« 9. März 2006
- E. Lask »Die Lehre vom Urteil« 26. Februar 2006
- G.W.F. Hegel »Phänomenologie des Geistes« 30. Januar 2006
- F. Nietzsche »Zum neuen Jahre« 31. Dezember 2005
- Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus 28. Dezember 2005
- F.W.J. Schelling »Über das Wesen der menschlichen Freiheit« 19. Dezember 2005
- W. v. Humboldt »Über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues« 30. November 2005
- F. Nietzsche »Nur Narr! Nur Dichter!« 16. November 2005
Alle Episoden von Federlese - Philosophie-Podcast · Mehr Gesellschaft-Podcasts