#405 Erklär mir das Mikrobiom, Gabriele Berg

Episode von Erklär mir die Welt von Andreas Sator · 28. Juli 2026 · 58 min

Ich muss meine Einstellung zu Viren, Bakterien und Pilzen ändern. Das hat mir die Mikrobiom-Forscherin Gabriele Berg empfohlen. Früher waren sie als Krankheitserreger verschrien. Ein bisschen ekelt mich die Vorstellung noch immer, dass so viele Mikroorganismen auf mir rumklettern. Aber wir wären ohne sie verloren. Warum, erklärt die Biologin im Podcast.

🙆 Gabriele Berg ist eine der führenden Mikrobiomforscherinnen der Welt. Sie ist Biologin, Biotechnologin und Professorin für Umweltbiotechnologie an der Technischen Universität Graz.

Diese Bücher empfiehlt Gabriele:

30 Pflanzen pro Woche: Das Kochbuch für ein langes gesundes Leben: Rezepte, die das Darm-Mikrobiom stärken von Katharina Seiser, https://amzn.to/3TG1Cn0

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke von Joachim Meyerhoff, https://amzn.to/3TlmekA

Josephus-Trilogie: Der jüdische Krieg/Die Söhne/Der Tag wird kommen von Lion Feuchtwanger, https://amzn.to/4wp2fzQ

Gabrieles Shoutout für Medien:

Ö1, https://oe1.orf.at/

Alles gesagt? Interview-Podcast der ZEIT, https://www.zeit.de/serie/alles-gesagt

Was nehme ich mir mit?

Wir könnten ohne Mikroorganismen nicht leben. Also zum einen gäbe es auf der Welt gar kein Leben, denn wir stammen evolutionär alle von kleinen Einzellern ab, den ersten Lebewesen auf dieser Erde. Und zum anderen brauchen wir sie in unserem Darm, auf unserer Haut, in unseren Mündern und auch überall sonst fürs Leben. Danke, liebe Bakterien und Co, dass ihr Dienst an unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden leistet.

Ein Apfel hat über 100 Millionen Bakterien. Die sitzen im Fruchtfleisch und im Kerngehäuse. Wer das Kerngehäuse weglässt, nimmt rund zehnmal weniger auf. Das sind gute Bakterien, also: Kerngehäuse mitessen. Alles, was lebt, ist besiedelt, auch Salatblätter, Gemüse, Vögel, Gänseblümchen, wir sind alles ein eigener Organismus plus viele, viele Mikroorganismen.

Unser Mikrobiom ist in Gefahr. Beim Menschen ist schon ein Drittel bis zur Hälfte der mikrobiellen Buntheit verlorengegangen. Das macht uns anfälliger für Allergien und für andere chronische Zivilisationserkrankungen wie Adipositas. Wir hängen unzertrennlich mit der Natur zusammen. Nur wenn sie bunt und vielfältig ist, sind es die Mikroorganismen in uns auch. Darum brauchen wir eine bunte, vielfältige Landwirtschaft statt Monokulturen.

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DAS TEAM

Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann

Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)

Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)

Logo und CI: Florian Halbmayr

Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY

Beatbox am Ende: Azad Arslantas

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