Kanonen, Butter und Schulden: Wer bezahlt die Aufrüstung?

Episode von Die Geldfrage von Dezernat Zukunft · 6. Februar 2026 · 38 min

Fast jeder dritte Euro im Bundeshaushalt könnte bald in die Verteidigung fließen. Wer zahlt das und was bedeutet das für Schulden, Steuern und Sozialausgaben? Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Prof. Dr. Christoph Trebesch vom IfW Kiel darüber, wie Aufrüstung und Kriege seit 1870 finanziert wurden.

Das Wichtigste:

Historisch werden Aufrüstungsphasen selten durch Kürzungen bei Sozialausgaben finanziert – sondern kurzfristig über Schulden.

Mittel- und langfristig führt dies zu erheblichen Steuererhöhungen, wobei vor allem Einkommen- und Konsumsteuern steigen – gezielte „Reichensteuern“ spielen nur eine kleine Rolle.

Anders als im Krieg hat Aufrüstung in Friedenszeiten nur einen geringen Effekt auf Konsum und Inflation.

Entscheidend für die Tragfähigkeit hoher Verteidigungsausgaben bleibt langfristig das Wirtschaftswachstum – und damit Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation.

Zum Nachlesen:

Studie von Johannes Marzian & Prof. Dr. Christoph Trebesch „Guns and Butter: The Fiscal Consequences of Rearmament and War”

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