Aria Aber über Literatur zwischen den Welten
Episode von DEAR READER von Mascha Jacobs, Center for Literature · 28. März 2025 · 1 h 30 min
(Penguin Modern Classics) von 1956
Aria Aber, die an der NYU Lyrik studierte und 2019 mit dem Gedichtband Hard Damage reüssierte. Ihr ist ein guter Roman gelungen, der von Gewalt auf persönlicher und politischer Ebene handelt. Zwischen Männern und Frauen, zwischen Frauenfiguren, zwischen Eltern und Kindern. Rassismus und der Terror des NSU bilden den tagespolitischen Rahmen. Die Berliner Clubs und After-Hours, das Berghain heißt hier Bunker, sind der Schauplatz der Coming-of-Age-Geschichte von Nila, einer 19-jährigen Frau mit afghanisch-persischen Hintergrund. Dort trifft sie Marlowe, einen amerikanischen Schriftsteller. Er hilft ihr in die Welt der Literatur. Doch bald verlangt er viel zurück – zu viel für Nila, wie im Klappentext steht.
Auch wenn diese schwierige Beziehung und das sexuelle Begehren und die damit verbundene Gewalt im Vordergrund zu stehen scheinen, geht es doch insgeheim um die Beziehungen zwischen Frauen. Mit Marlowes anderen Frauen. Freundinnen von früher, von denen man sich eigentlich verabschieden müsste. Um eine Mutter, die gestorben ist. Um den Versuch, stereotypen Frauenrollen nicht zu entsprechen. Es geht auch um Einsamkeit und wie man da rauskommt.
Diesmal ist Aria Aber zu Gast bei DEAR READER. Sie lebt in New York und Vermont und war gerade drei Wochen in Deutschland, um ihr Debüt Good Girl vorzustellen. Erschienen ist die deutsche Fassung bei Ullstein. Die Übersetzung hat die Autorin selbst gemacht.
Aria Aber, die an der NYU Lyrik studierte und 2019 mit dem Gedichtband Hard Damage reüssierte. Ihr ist ein guter Roman gelungen, der von Gewalt auf persönlicher und politischer Ebene handelt. Zwischen Männern und Frauen, zwischen Frauenfiguren, zwischen Eltern und Kindern. Rassismus und der Terror des NSU bilden den tagespolitischen Rahmen. Die Berliner Clubs und After-Hours, das Berghain heißt hier Bunker, sind der Schauplatz der Coming-of-Age-Geschichte von Nila, einer 19-jährigen Frau mit afghanisch-persischen Hintergrund. Dort trifft sie Marlowe, einen amerikanischen Schriftsteller. Er hilft ihr in die Welt der Literatur. Doch bald verlangt er viel zurück – zu viel für Nila, wie im Klappentext steht.
Auch wenn diese schwierige Beziehung und das sexuelle Begehren und die damit verbundene Gewalt im Vordergrund zu stehen scheinen, geht es doch insgeheim um die Beziehungen zwischen Frauen. Mit Marlowes anderen Frauen. Freundinnen von früher, von denen man sich eigentlich verabschieden müsste. Um eine Mutter, die gestorben ist. Um den Versuch, stereotypen Frauenrollen nicht zu entsprechen. Es geht auch um Einsamkeit und wie man da rauskommt.
Mascha Jacobs spricht mit Aria Aber über Selbstbewusstsein, Mentor*innen, Selbstzerstörung, Gewalt, Poesie, Kafka und die Lieblingstexte von Aria Aber: Giovannis Room von James Baldwin (Penguin Modern Classics) von 1956 und The Leaving von Brigit Pegeen Kelly (https://poets.org/poem/leaving)
In dieser Folge reden die beiden neben den mitgebrachten Lieblingstexte von Aria Aber auch über Annie Erneaux, Jean Rhys, Megan O’Rourke, Catherine Barnett, Ocean Vong, Solmaz Sharif, DMZ Colony von Don Mee Choi, C.D. Wight
Silvia Plath, Hugo von Hofmannsthal, Rilke, Kafka, Anna Karenina, Annie Erneaux, die Bibel, Walt Whitman, Leonard Cohen, Joni Mitchell.
Über „Giovannis Room“ von James Baldwin hat Mascha schon mal mit Daniel Schreiber gesprochen: https://detektor.fm/kultur/dear-reader-daniel-schreiber-ueber-die-funktion-von-literatur
Über DMZ Colony hat sie bereits mit Enis Maci nachgedacht: https://dearreader.podigee.io/73-enis-maci-uber-gemeinsame-obsessionen-und-kollaborative-literatur
Maschas englischsprachiger Lieblingspodcast, in dem Aria Aber auch schon zu Besuch war, heißt „Between the Covers“
https://open.spotify.com/episode/6e61Ik8ajOI6Xu3Yfib4SK?si=a9920b70d39b423f
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