Volkswagen bindet NXP enger ein und Bayer startet Asundexian in China

Episode von Wirtschaftsbrief von Jannis Altmann · 27. Oktober 2026 · 3 min

Außerdem: Mutares will eine Lieferplattform verkaufen, und Deutsche Bank bindet Zurich bis 2042.

Volkswagen baut seine Chip-Strategie aus und bindet NXP enger an sich. Die Mikrocontroller des niederländischen Halbleiterkonzerns sollen ein Standardbaustein für die künftige Fahrzeugarchitektur werden. Damit will Volkswagen weniger Elektronikinseln im Auto und mehr gemeinsame Technik über Marken und Modelle hinweg erreichen. Für Kunden ist das vor allem wichtig, weil neue Softwarefunktionen und Updates leichter auf viele Fahrzeuge ausgerollt werden können.

Bayer hat in China die Zulassung für Asundexian erhalten und bringt das Mittel dort unter dem Namen Sunharbo auf den Markt. Es soll das Schlaganfallrisiko nach bestimmten ischämischen Schlaganfällen oder Warnanfällen senken. Für Bayer ist das mehr als eine einzelne Länderzulassung, weil das Mittel dort als erster Wirkstoff seiner Klasse starten kann. Das stärkt die Pharmasparte in einem großen Markt und schafft Rückenwind für weitere Zulassungen in anderen Regionen.

BioNTech hat zusammen mit DualityBio neue Daten zu einem Brustkrebsmedikament vorgelegt. Die Phase-3-Studie erreichte zwar ihr Hauptziel und zeigte eine statistisch belastbare Verlängerung der Zeit ohne Fortschreiten der Krankheit. Zugleich sprechen die Firmen aber selbst nur von einem begrenzten möglichen Nutzen, und sie verweisen auf eine höhere Rate von entzündlichen Lungenerkrankungen als in früheren Studien. Für BioNTech ist das wichtig, weil gerade diese späten Krebsprogramme zeigen sollen, wie tragfähig das Geschäft nach dem Corona-Impfstoff wird.

Mutares aus München kann einen weiteren Umbau im Portfolio vorantreiben. Für die Lieferplattform Stuart liegt ein unwiderrufliches Kaufangebot von Quiver vor, der Abschluss wird noch im vierten Quartal erwartet. Stuart organisiert städtische Kurier- und Same-Day-Lieferungen in mehreren europäischen Ländern. Wenn der Verkauf gelingt, hätte Mutares wieder einen Beleg dafür, dass sich Sanierung und Weiterverkauf von Beteiligungen auszahlen können.

Deutsche Bank und DWS verlängern ihre Vertriebspartnerschaften mit Zurich Deutschland vorzeitig bis Ende 2042. Verkauft werden über Deutsche Bank und Postbank weiter Versicherungen von Zurich und Fondsprodukte von DWS. Für die Bank ist das ein langfristiger Ausbau ihres Privatkundengeschäfts, statt eine neue Marke von Grund auf aufzubauen. Für Kunden heißt das vor allem: Das bekannte Angebot bleibt, soll digitaler werden und bekommt Planungssicherh

Quellen: volkswagen-group.com · bayer.com · eqs-news.com · w.deutsche-bank.com

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