EQT greift nach Qiagen und Siemens baut seine KI-Allianz aus

Episode von Wirtschaftsbrief von Jannis Altmann · 23. Oktober 2026 · 2 min

Außerdem: Heidelberg Materials bremst ein CO2-Projekt in Geseke. LSEG kauft den Datenanbieter Octus.

Qiagen aus Hilden soll von EQT übernommen werden. Der Finanzinvestor bietet 46 Euro 50 je Aktie in bar. Das bewertet den Diagnostikhersteller inklusive Schulden mit rund 10,8 Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen den Plan, weil Qiagen unter privater Kontrolle leichter langfristig investieren soll.

Siemens baut seine Partnerschaft mit Nvidia weiter aus. Gemeinsam bringen die Konzerne neue KI-Werkzeuge für Chipentwicklung, Fabriken und Rechenzentren auf den Markt. Siemens sagt, im Werk Erlangen seien erste Anwendungen bereits erprobt. Für Industriekunden ist das wichtig, weil sich Planung und Produktionsanpassungen deutlich beschleunigen sollen.

Heidelberg Materials stoppt sein CO2-Abscheideprojekt GeZero im westfälischen Geseke vorerst in der bisherigen Form. Der Konzern nennt fehlende Sicherheit bei Transport und Speicherung des abgeschiedenen Kohlendioxids. Das Werk selbst läuft weiter. Für Deutschland ist das ein Rückschlag, weil eines der wichtigsten Industrieprojekte zur Emissionssenkung erst einmal auf bessere Rahmenbedingungen wartet.

Die London Stock Exchange Group kauft den Kreditanalyseanbieter Octus für rund 3,5 Milliarden Dollar. Damit stärkt LSEG sein Geschäft mit Daten und Analysen für den boomenden Markt der privaten Kredite. Gleichzeitig hat der Konzern seine Jahresziele erneut angehoben. Das ist auch für deutsche Banken, Fonds und Firmenkunden relevant, weil LSEG seine Rolle als wichtiger Daten- und Handelsanbieter weiter ausbaut.

Quellen: corporate.qiagen.com · press.siemens.com · heidelbergmaterials.com · lseg.com

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