Miriam Wohlfarth: "Ich würde keine Freunde einstellen"

Episode von Was Chefinnen wirklich denken von DIE ZEIT · 27. Juni 2023 · 51 min

Muss man als Chefin beliebt sein? Gibt es Lieblingsmitarbeiter? Und was

ist die Grenze zwischen positivem Feedback und Schleimerei? Die

Digitalunternehmerin Miriam Wohlfarth ist zu Gast im Podcast Was

Chefinnen wirklich denken und erzählt von einer Phase, in der sie

weniger beliebt war: "Ich hatte da Gefühl, man geht mir aus dem Weg",

erinnert sie sich.

Miriam Wohlfarth gründete in der Finanzkrise 2009 ihr erstes

Finanz-Startup, den Zahlungsdienstleiter Ratepay. Heute ist sie

Gründerin und Co-Geschäftsführerin von Banxware und sitzt im Fintech-Rat

des Bundesfinanzministeriums. In ihren Anfängen als Führungskraft habe

sie Freunde eingestellt, das würde sie heute nicht mehr tun. Aber: "Ich

stelle Menschen oft so ein, dass ich mir vorstellen könnte, auch einen

Wein mit ihnen trinken zu gehen." Was Beförderungen betrifft, sagt

Wohlfarth: "Mir ist es wichtig, dass eine Person beliebt ist und gut mit

Menschen kann".

Und es geht um Feedback. "Ich finde es ganz unangenehm, wenn ein

Mitarbeiter mir ständig Komplimente macht." Noch schlimmer seien

Geschenke. Konstruktive Kritik höre sie hinegegen gerne. Beliebt könne

man sich bei ihr machen, "wenn man auch eine Lösung hat und nicht nur

sagt, was alles nicht läuft."

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