"Ich gönne Ihnen ja Ihre sozialistischen Träume"

Episode von Warum denken Sie das? von DIE ZEIT · 30. August 2024 · 2 h 14 min

In der 19. Folge von "Warum denken Sie das?" geht es um eine Frage, die

vor den Wahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg kontrovers

diskutiert wird: Wirken die Fehler der Wiedervereinigung 35 Jahre später

noch in Deutschland nach? Und lässt sich damit auch der Erfolg der

rechtsextremen AfD in Ostdeutschland erklären?

Im Studio sitzen sich diesmal zwei Prominente gegenüber, die in diesen

Fragen sehr unterschiedlich denken, und die viele Jahrzehnte ihres

Lebens auf der jeweils anderen Seite des geteilten Deutschlands

verbracht haben. Da ist Eberhard Diepgen, 82 Jahre alt, CDU-Politiker

und Berlins Regierender Bürgermeister in den Jahren 1984 bis 1989 und

1991 bis 2001. Er hat den Einheitsprozess als Politiker mitgestaltet.

Ihm gegenüber sitzt die Essayistin und Schriftstellerin Daniela Dahn.

Sie ist 74 Jahre alt, in Ostberlin geboren. Sie studierte in der DDR

Journalismus, arbeitete beim DDR-Fernsehen, kündigte dort aber 1981 und

war dann kurz vor dem Mauerfall Mitbegründerin des Demokratischen

Aufbruchs. Sie ist seit Jahren eine scharfe Kritikerin des

Einigungsprozesses und veröffentlicht hierzu im Oktober ein neues Buch

mit dem Titel "Der Schlaf der Vernunft".

Beide führen ein kontroverses Gespräch, das zum Teil an die Anfänge der

Bundesrepublik und der DDR zurückführt. Und doch finden beide im Verlauf

des Gesprächs auch überraschende Gemeinsamkeiten.

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