Podcast-Übung: „Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“
Episode von Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein. von Mr. Solar Plexus · 24. August 2026 · 11 min
Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“ hilft dabei, die ständige Selbstbeobachtung in sozialen Situationen zu unterbrechen. Statt sich zu fragen „Wie wirke ich?“, richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Gegenüber, die Umgebung und den gegenwärtigen Moment.
Therapeutischer Hinweis
Bei sozialer Angst kann eine starke Selbstfokussierung die Angst aufrechterhalten: Die eigene Stimme, Körperhaltung oder Wirkung wird ständig überwacht und vermeintlich negative Reaktionen werden überbewertet. Ein hilfreicher therapeutischer Schritt besteht darin, die Aufmerksamkeit bewusst wieder nach außen zu lenken.
Die Übung ersetzt dabei nicht die Auseinandersetzung mit sozialen Ängsten, sondern kann als kleines Aufmerksamkeitsexperiment eingesetzt werden. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit Verhaltensexperimenten und schrittweiser Exposition: Nicht herausfinden, ob man „perfekt wirkt“, sondern erleben, dass man Unsicherheit aushalten und trotzdem an einem Gespräch teilnehmen kann.
Literatur
Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press.
Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756.
Woody, S. R. (1996). Effects of focus of attention on anxiety levels and social performance of individuals with social phobia. Journal of Abnormal Psychology, 105(1), 61–69.
Bögels, S. M., & Mansell, W. (2004). Attention processes in the maintenance and treatment of social phobia: Hypervigilance, avoidance and self-focused attention. Clinical Psychology Review, 24(7), 827–856.
Wells, A., & Papageorgiou, C. (1998). Social phobia: Effects of external attention on anxiety, negative beliefs, and perspective taking. Behavior Therapy, 29(3), 357–370.
Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209.
Spurr, J. M., & Stopa, L. (2002). Self-focused attention in social phobia and social anxiety. Clinical Psychology Review, 22(7), 947–975.
Weitere Episoden von „Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.“
- „Die Zukunft braucht keinen perfekten Zehnjährigen“ 11. Oktober 2026
- "Ich kann das nicht!" 10. Oktober 2026
- Wenn Schulnoten Eltern Angst machen. 9. Oktober 2026
- „Mache ich genug für mein Kind?“ 8. Oktober 2026
- Thomas Alva Edison: „Ich kann das noch nicht“ 8. Oktober 2026
- Thomas Alva Edison: Wie oft darf etwas schiefgehen. 8. Oktober 2026
- Thomas Alva Edison: Du musst dich nicht sicher fühlen, um anzufangen. 7. Oktober 2026
- Denken wie Thomas Alva Edison: Deine Geschichte ist noch nicht zu Ende 6. Oktober 2026
- Thomas Alva Edison: Ein Fehlschlag sagt nicht, wer du bist 6. Oktober 2026
- Thomas Alva Edison: Was passiert, wenn du neugieriger bist als ängstlich? 6. Oktober 2026
- Thomas Alva Edison: Was, wenn du gar nicht gescheitert bist? 6. Oktober 2026
- Warum bin ich nicht gerührt? 5. Oktober 2026
- Warum lache ich nicht? 4. Oktober 2026
- Ich habe doch keine Angst!!!! 3. Oktober 2026
- Ja gesagt – aber nicht gestrahlt 2. Oktober 2026
Alle Episoden von Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein. · Mehr Health Fitness-Podcasts