Podcast-Übung: „Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“

Episode von Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein. von Mr. Solar Plexus · 24. August 2026 · 11 min

Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“ hilft dabei, die ständige Selbstbeobachtung in sozialen Situationen zu unterbrechen. Statt sich zu fragen „Wie wirke ich?“, richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Gegenüber, die Umgebung und den gegenwärtigen Moment.

Therapeutischer Hinweis

Bei sozialer Angst kann eine starke Selbstfokussierung die Angst aufrechterhalten: Die eigene Stimme, Körperhaltung oder Wirkung wird ständig überwacht und vermeintlich negative Reaktionen werden überbewertet. Ein hilfreicher therapeutischer Schritt besteht darin, die Aufmerksamkeit bewusst wieder nach außen zu lenken.

Die Übung ersetzt dabei nicht die Auseinandersetzung mit sozialen Ängsten, sondern kann als kleines Aufmerksamkeitsexperiment eingesetzt werden. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit Verhaltensexperimenten und schrittweiser Exposition: Nicht herausfinden, ob man „perfekt wirkt“, sondern erleben, dass man Unsicherheit aushalten und trotzdem an einem Gespräch teilnehmen kann.

Literatur

Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press.

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