#89 - Narzisstische Verletzungen in Elternbeziehungen - wie wir heute heilen können. Mit Madeline Hellmann
Episode von People Pleasing adé - Leadership, Karriere & Selbstentwicklung mit Sanftmut & Stärke von Dr. Verena Stahl · 1. Juli 2026 · 36 min
Was passiert, wenn ein Kind früh lernt, dass Liebe, Anerkennung und Zugehörigkeit von Leistung, Anpassung oder Wohlverhalten abhängen?
In dieser Folge ist Madeline Hellmann erneut zu Gast, nachdem sie bereits im vergangenen Jahr in der Folge 37 war. Madeline ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und begleitet Menschen bei der Aufarbeitung von narzisstisch geprägten Elternbeziehungen, toxischen Bindungen und belastenden Beziehungsmustern.
Wir sprechen bewusst nicht vorschnell von „Narzissten“, sondern über narzisstisch akzentuiertes Verhalten: fehlende Empathie, ständige Kritik, hohe Erwartungen, das Kind als Erweiterung der eigenen Person und die Schwierigkeit, es dem Elternteil jemals recht machen zu können.
Ein Schwerpunkt liegt auf den typischen Rollen in solchen Familiensystemen: dem Goldkind und dem schwarzen Schaf. Diese Rollen können bis weit ins Erwachsenenleben hineinwirken und Glaubenssätze hinterlassen wie:
- „Ich bin nicht gut genug.“
- „Ich muss mich mehr anstrengen.“
- „Ich bin verantwortlich.“
- „Ich muss um Liebe kämpfen.“
Daraus kann eine hohe Anpassungsfähigkeit entstehen, die zunächst wie eine Stärke wirkt, später jedoch in People Pleasing, fehlende Grenzen und ungleiche Beziehungen führen kann.
Wir sprechen außerdem darüber,
- warum viele erwachsene Menschen immer noch lange auf die Anerkennung ihrer Eltern hoffen,
- weshalb sich narzisstisch geprägte Eltern meist nur schwer verändern lassen,
- welche Bedeutung Trauer, Wut und Schuldgefühle im Ablösungsprozess haben,
- wie man mit Druck durch Geschwister und andere Familienmitglieder umgehen kann,
- wann Distanz oder ein Kontaktabbruch notwendig werden können,
- und wie Eltern ihre eigenen Kinder vor einer Wiederholung alter Muster schützen können.
Eine persönliche und zugleich sehr klare Folge über Abgrenzung, Akzeptanz und den Mut, zum Zyklusbrecher oder zur Zyklusbrecherin zu werden.
Die wichtigste Botschaft dieser Folgte lautet: Du bist nicht schuld daran, wie dein Elternteil dich behandelt hat. Mit dir ist nichts falsch, und du darfst dein eigenes Leben leben.
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