#72 D2C isch over

Episode von MCDC - Mastering Commerce and Digital Challenges von Coralie Grau-Wolf, Dörte Kaschdailis · 28. Mai 2026 · 45 min

Allbirds wird jetzt (angeblich) eine KI-Firma. Everlane gehört Shein. Foodspring wurde eingestellt. Und KoRo macht über 200 Millionen Umsatz und ist profitabel.

Die erste Generation moderner D2C- und Millennial Brands galt lange als Zukunft des Konsums: Eigener Shop statt Handel. Community statt Werbung. Purpose statt Konzernlogik. Günstige Performance-Marketing-Kosten statt großer Brand-Marketing Ausgaben.

D2C Marken in den 2010er Jahren versprachen eine neue Art des Markenaufbaus - direkt, digital und unabhängig vom klassischen Handel.

Doch viele dieser Marken kämpfen heute mit:

explodierenden Customer Acquisition Costs,

sinkender Profitabilität,

operativer Komplexität,

Commodity-Druck,

und der Rückkehr in klassische Omnichannel-Strukturen.

In dieser Folge analysieren wir:

warum günstige Meta-Ads für viele Marken der eigentliche Wachstumsmotor waren,

weshalb Operations und Supply Chain massiv unterschätzt wurden,

warum fast alle D2C-Brands irgendwann wieder Retail, Wholesale und Marktplätze brauchen,

und welche Markenmodelle heute tatsächlich robuster wirken.

Und wir gehen der zentralen Frage nach: War die eigentliche Innovation der D2C-Welle gar nicht Commerce - sondern die Vermarktung?

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