S2E2 | Hausaufgaben und KI

Episode von Kompass KI von Hendrik Haverkamp und Benedikt Wisniewski · 26. September 2026 · 23 min

Bessere Hausaufgaben, weniger Arbeitszeit – aber schlechtere Prüfungsleistungen? Eine neue Studie mit knapp 27.000 Schüler aus China scheint auf den ersten Blick einen deutlichen „Learning Penalty“ durch generative KI zu zeigen.

Doch ist damit wirklich belegt, dass KI zu „Cognitive Offloading“, „De-Skilling“ oder gar „Kompetenzschwund“ führt? Wir schauen uns die Studie von Strömberg, Lei und Wu genauer an und fragen, was sie tatsächlich über KI-Nutzung, Hausaufgaben-Outsourcing und Lernen zeigt – und warum ausgerechnet diejenigen Schüler keine Lernverluste zeigen, die trotz KI weiter ähnlich viel Zeit in ihre Hausaufgaben investieren.

Außerdem diskutieren wir, was daraus für Hausaufgaben im KI-Zeitalter folgt: Welche Aufgaben ergeben überhaupt noch Sinn, wenn ChatGPT in Sekunden eine überzeugende Lösung liefern kann – und wann muss die entscheidende Denkarbeit zurück in den Unterricht?

Literatur

Strömberg, D., Lei, V., & Wu, Y. (2026). The Generative AI Learning Penalty: Evidence from Chinese Secondary Education.

Dettmers, S., Trautwein, U., Lüdtke, O., Kunter, M., & Baumert, J. (2010). Homework works if homework quality is high: Using multilevel modeling to predict the development of achievement in mathematics. Journal of Educational Psychology, 102(2), 467–482. https://doi.org/10.1037/a0018453

Trautwein, U. (2007). The homework–achievement relation reconsidered: Differentiating homework time, homework frequency, and homework effort. Learning and Instruction, 17(3), 372–388. https://doi.org/10.1016/j.learninstruc.2007.02.009

Trautwein, U., Lüdtke, O., Schnyder, I., & Niggli, A. (2006). Predicting homework effort: Support for a domain-specific, multilevel homework model. Journal of Educational Psychology, 98(2), 438–456. https://doi.org/10.1037/0022-0663.98.2.438

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