So viel müssen Vermieter an CO2 Kosten zahlen - Mieter sparen nicht

Episode von Immobilien Podcast - lerne Immobilien vom Immobilienexperten von Boris Wienke Immobilienmakler · 4. Oktober 2023 · 11 min

So viel müssen Vermieter an CO2 Kosten zahlen

Ab dem Beginn des Jahres 2023 müssen Vermieter die CO2-Abgabe für das Heizen mit Erdgas und Öl mit ihren Mietern teilen. Je ineffizienter ein Gebäude in Bezug auf Energie ist, desto höher fallen die Kosten aus. Die Bundesregierung hat nun einen kostenlosen Online-Rechner zur Berechnung dieser Kosten zur Verfügung gestellt.

Ab dem 1. Januar 2023 ist ein Gesetz in Kraft, das die Aufteilung der CO2-Abgabe-Kosten zwischen Vermietern und Mietern gemäß einem Stufenmodell regelt. Die Bundesregierung hat ein kostenloses Online-Tool zur Berechnung der anfallenden Kosten bereitgestellt, wie der Landesverband Haus & Grund Rheinland Westfalen mitteilt.

Präsident Konrad Adenauer erklärt: "Mieter tragen zwischen fünf und 100 Prozent der CO2-Bepreisung für die Wohnung, während die Vermieter den Rest übernehmen, gestaffelt über zehn Stufen abhängig von den Emissionen des Gebäudes." Dabei gibt es zwei verschiedene Szenarien:

Mietwohnungen mit Zentralheizung: "Bei vermieteten Wohnungen in Gebäuden mit Zentralheizung erhält der Vermieter die Rechnung vom Brennstofflieferanten, die Informationen über die Höhe der durch den Brennstoff verursachten CO2-Emissionen liefert", erklärt der Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen. "Der Vermieter ermittelt dann die Kostenverteilung zwischen sich und den Mietern und berücksichtigt dies in der Heizkostenabrechnung."

Mietwohnungen mit Etagenheizung oder vermietete Einfamilienhäuser: Bei vermieteten Wohnungen mit Etagenheizung oder vermieteten Einfamilienhäusern erhalten die Mieter selbst die Rechnung für den Brennstoff. "Sie müssen dann den CO2-Kostenanteil des Vermieters berechnen und diesem innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt der Brennstoffrechnung eine Rechnung darüber senden". "Vermieter haben dann zwölf Monate Zeit, um den Mietern den Anteil zu erstatten. Eine Verrechnung im Rahmen der jährlichen Betriebskostenabrechnung ist möglich."

Der neue Online-Rechner des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fragt den Brennstoffverbrauch, den CO2-Preis und den Emissionsfaktor ab, die auf der Brennstoffrechnung angegeben sein müssen. Das Tool berücksichtigt auch Sonderfälle wie beispielsweise Gasherde ohne eigenen Zähler oder den energetischen Zustand, der aufgrund des Denkmalschutzes nicht verbessert werden kann.

Viel Spaß.

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