Deutschland und Frankreich beraten über Energie, Industrie und Klimaschutz

Episode von Ekonominin Sesi - International (Deutsch) von Offizieller Apple Podcasts-Account von Ekonominin Sesi. · 18. Oktober 2026 · 1 min

Bei einem gemeinsamen Kongress deutscher und französischer Seite in Saarbrücken stehen Themen wie Energie, Industriepolitik, Klimaschutzmaßnahmen und künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Die Teilnehmer besuchen zudem die Dillinger Hütte, wo in Zukunft klimafreundlicher Stahl hergestellt werden soll – ein Projekt im Milliardenbereich. Für dieses Vorhaben ist eine Wasserstoffleitung quer durch die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich vorgesehen; zusätzlich ist geplant, Elektrizität aus französischen Quellen zu beziehen. Über drei Tage diskutieren die Beteiligten über mögliche Formen der Zusammenarbeit sowie über Wege, wie die Zivilgesellschaft zur Verbesserung der Beziehungen beitragen kann

Der ehemalige Gouverneur der französischen Notenbank, François Villeroy de Galhau, verlangt von Frankreich, seine Schulden unter den Griff zu bringen. Laut ihm müsse Europa angesichts des Kriegs in der Ukraine, chinesischer Märkte und des US-Präsidenten Trump enger zusammenarbeiten. Die Verteidigungspolitik bleibt umstritten: Gemeinsame Projekte für ein Luftkampfsystem und einen Panzer seien, so der Bericht, an nationalen Industrieinteressen gescheitert. Zugleich gibt es eine gemeinsame deutsch-französische Position zur Zukunft des Verbrennermotors in der EU, die vom strikten Ausstieg abweicht. Die Grünen-Abgeordnete Jeanne Dillschneider mahnt, dass die CO₂-Ziele dadurch nicht entschärft werden dürften.

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