Verfälscht und verbreitet: Fake News aus vergangenen Jahrhunderten
Episode von Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte von Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte · 31. Mai 2026 · 42 min
Was haben gefälschte Urkunden aus dem Mittelalter mit heutigen Fake News gemeinsam? Und wie helfen uns Archive dabei, historische Fakten von bewussten Falschmeldungen zu unterscheiden?
In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir mit Dr. Anna Krabbe vom Staatsarchiv Darmstadt über Fake News in Geschichte und Gegenwart. Ausgangspunkt sind überraschende Beispiele aus archivalischen Quellen, von dem Gerücht, George Washington sei eine Frau gewesen, über die angeblich überlebende Zarentochter Anastasia bis zur Behauptung, die Nationalsozialisten hätten die Autobahn erfunden.
Dabei wird deutlich, dass Falschmeldungen kein Phänomen des digitalen Zeitalters sind. Schon in früheren Jahrhunderten wurden Informationen verfälscht und umgedeutet, sodass sich Geschichten gezielt verbreiteten. Anhand von Überlieferungen aus Hessen zeigt die Folge, wie sich solche Behauptungen nachvollziehen lassen und welche historischen Interessen dahinterstanden.
Außerdem geht es um die Frage, wie Archive helfen können, Fake News zu entlarven. Sie ermöglichen es, Aussagen zu überprüfen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und historische Entwicklungen genauer einzuordnen.
Eine Folge für alle, die erfahren möchten, wie sich Wahrheit und Fälschung in historischen Quellen begegnen und warum Archive eine wichtige Rolle im Umgang mit Desinformation spielen.
Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf landesarchiv.hessen.de sowie auf hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.
Shownotes:
Archivnachrichten aus Hessen: "Fakes und (F)Akten - Archive als Orte der Verlässlichkeit?" https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2025-12/archivnachrichten_02_2025_barrierefrei_hessisches_landesarchiv_end_ow_2025-12-11.pdf, S. 18-22
Anastasia Romanowa Anastasia Romanowa: Es gibt einige Verfilmungen, die meist davon handeln, dass Anna Anderson Anastasia sein könnte.
Schtonk! Ist eine deutsche Filmkomödie von Helmut Dietl über die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern 1983.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland: https://www.bsi.bund.de/DE/Home/home_node.html
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