Erbliches Risiko – wenn Krebs in der Familie liegt

Episode von Wissen gegen Krebs von Krebsforschung Schweiz · 30. September 2026 · 14 min

«Ich versuche, das Leben zu geniessen», sagt Nadja (49). Seit sie weiss, dass sie das Lynch-Syndrom hat, gilt das umso mehr: Die erbliche Genmutation erhöht das Risiko für bestimmte Krebsarten. Auch ihre Mutter trägt diese in sich. Sie erkrankte bereits an Gebärmutterschleimhaut- und Darmkrebs und liess sich als Erste in der Familie testen. Nach dem Schock entschied sich Nadja, Gebärmutter und Eierstöcke vorsorglich entfernen zu lassen. «Forschung ist die Zukunft. Wir sind heute da, wo wir sind, weil andere vor uns geforscht haben», sagt Gynäkologin Nicole Bürki vom Universitätsspital Basel. Gemeinsam mit Ursina Zürrer, Nadjas Onkologin am Kantonsspital Winterthur, ist sie an der schweizweiten Studie «Cascade» beteiligt. Die Studie untersucht, wie Familien mit erblich bedingtem Krebs besser unterstützt werden können. Denn am Anfang steht meist nur eine Person, die sich testen lässt. Danach stellt sich jedoch auch die Frage, wie möglicherweise betroffene Angehörige Zugang zu Beratung, Gentest und früher Vorsorge erhalten.

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