Adoption, Bindungstrauma und das Gefühl der Wurzellosigkeit
Episode von VerbundenSein von Anna Fienbork · 16. Juli 2026 · 12 min
In dieser Folge geht es um Adoption und frühes Bindungstrauma und die Spuren, die sie hinterlassen können. Du musst übrigens nicht selbst adoptiert sein, um dich vielleicht in diesem Beitrag wiederzuerkennen: Immer wenn wir als Baby oder Kind nicht ganz sicher ankommen durften, ob durch Trennung nach der Geburt, einen Krankenhausaufenthalt oder eben Adoption, prägt uns das.
In dieser Folge:
Warum Adoption aus traumasensibler Sicht ein einschneidendes Ereignis ist, ganz unabhängig davon, wie liebevoll die neue Familie ist
Typische innere Muster wie das Gefühl, sich beweisen zu müssen oder niemals ganz dazuzugehören
Ein Gedicht aus der Perspektive des inneren, weggegebenen Kindes
Der Zusammenhang zwischen früher Bindungserfahrung und Nervensystem
Bindungstrauma-Vertiefung: Ende Oktober lade ich dich zu den kostenfreien Wurzeln & Flügel Onlinetagen ein, mit berührenden Interviews rund um Bindungstrauma und mehr innere Sicherheit → annafienbork.de/wurzeln-und-fluegel-tage-2026
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Neu hier? Start hier: Trailer: „VerbundenSein – Worum es hier geht“ Kurzimpuls: „Von inneren Drachen und Prinzessinnen …“ Einstiegsepisode (Essay): „Wenn’s dir irgendwie nicht gut geht: Vom Nebel zur Klarheit in 4 Schritten“
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Worum es heute in der Tiefe geht
Adoption wird oft als reiner Glücksfall hingestellt, ein Kind findet neue Eltern und “alles ist gut”. Was weitaus zu wenig Raum bekommt, ist die andere Seite: Adoption ist ein einschneidendes, frühes Ereignis, das etwas in uns prägt. In dieser Folge schaue ich auf das, was diese frühe Erfahrung im Inneren auslösen kann, das Gefühl, sich ständig beweisen zu müssen, niemals ganz dazuzugehören oder sich anpassen zu müssen, um bloß nicht wieder weggeschickt zu werden.
Ich beschreibe auch, was ich die tiefste Ebene einer Adoptionswunde nenne: das Gefühl, im Grunde nicht gewollt und fast wie ein Fehler zu sein. Das mag heftig klingen, aber diese Gefühle liegen meist tief unter der Oberfläche. Der Weg zu diesen verborgenen Gefühlen führt über kleine, achtsame Schritte, über das Erkennen eigener Muster, aber auch über das Anerkennen der eigenen Stärken, denn beides gehört zusammen.
Ein zentraler Gedanke der Folge: Schon während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren werden wir tief geprägt, auf eine Weise, die wir bewusst oft gar nicht erinnern können. Und doch tragen wir diese Erfahrungen in uns. In einem Gedicht über Adoption kannst du vielleicht erspüren, was unter den Worten liegt.
Am Ende weite ich den Blick nochmal bewusst: Alles, was hier beschrieben ist, kann auch Menschen betreffen, die nicht adoptiert wurden, etwa durch eine frühe Trennung von der Mutter im Krankenhaus. Es geht letztlich immer um dieselbe Frage: Wie sicher haben wir uns als Baby und Kind in der Welt gefühlt?
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Weiterführend: Wurzeln & Flügel Onlinetage
Ende Oktober lade ich dich zu meinen kostenfreien Onlinetagen „Komm nach Hause zu dir, Bindungstrauma erkennen und mehr innere Sicherheit finden" ein. Dort erwarten dich berührende und tiefgehende Interviews rund um genau dieses Thema.
→ annafienbork.de/wurzeln-und-fluegel-tage-2026
Ein kleiner Hinweis: Für die Kongressseite durfte ich wunderschöne Illustrationen einer Künstlerin verwenden, ein Besuch auf der Seite lohnt sich also auch optisch.
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Hinweis
Dieser Podcast ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn du dich in einer akuten Krise befindest, hol dir bitte Unterstützung vor Ort.
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