Rassenkunde mit der Stimme, der Fall Fritz Bose
Episode von Stimmkontor: Ungefiltert von Michael Helbing · 14. August 2026 · 15 min
In der letzten Folge ging es um eine Bachelorarbeit aus dem Jahr 2018, die versucht hat, Stimme und Rasse miteinander zu verknüpfen. Diesmal gehe ich einen Schritt weiter zurück, zu der Zeit, in der diese Idee wissenschaftlich salonfähig gemacht wurde.
In dieser Folge geht es um den Musikwissenschaftler Fritz Bose, der sich 1939 mit der Arbeit „Klangstile als Rassenmerkmale“ habilitierte, für einen Rassenanthropologen sogar anatomisches Material zum menschlichen Kehlkopf anfragte und nach 1945 ohne erkennbare Konsequenzen eine ganz normale, sogar erfolgreiche akademische Karriere machte. Ich ordne ein, was historisch belegt ist, was nur plausibel, aber nicht bewiesen ist, und stelle mir selbstkritisch die Frage, ob sein späteres Wirken das aufwiegt.
Danke fürs Zuhören
Michael
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