MMWA #09 | Raphy (Dekadenza) – Lieber abgelehnt als ignoriert

Episode von STEFAN SIXX von STEFAN SIXX · 17. September 2026 · 1 h 17 min

Raphy wächst in einer Welt auf, in der Musik zum Alltag gehört. Sein Vater ist Geiger bei den Berliner Philharmonikern, Raphy selbst wird klassisch am Cello ausgebildet. Doch als Jugendlicher entdeckt er Punk, Rock und Heavy Metal – und steht plötzlich vor einer Frage: Wie passt ein Cello in diese Welt?

Apocalyptica zeigen ihm, dass er sich gar nicht zwischen diesen Welten entscheiden muss. Aus klassischen Einflüssen, Metal und der musikalischen Zusammenarbeit mit seinem Bruder entsteht schließlich DEKADENZA.

Wir sprechen über Druck und Freiheit, Disziplin und Kreativität, die schwierigen Seiten einer klassischen Ausbildung und darüber, warum Raphy sich selbst als Getriebenen versteht. Ein Gedanke zieht sich dabei immer wieder durch das Gespräch: Kontrolle und Loslassen gehören zusammen.

Die Folge entsteht einen Tag vor der Veröffentlichung des ersten DEKADENZA-Albums. Nach Jahren der Arbeit muss Raphy sein Werk plötzlich einem Publikum überlassen. Und dabei ist für ihn nicht Ablehnung das schlimmste mögliche Ergebnis. Viel schlimmer wäre Musik, die überhaupt nichts auslöst.

Lieber abgelehnt als ignoriert.

Zum Schluss sprechen wir darüber, was ein Leben als Musiker mit einem Menschen macht, woher Raphy seine Energie nimmt – und warum für ihn nicht das Sterben die beängstigendste Vorstellung ist, sondern nicht wirklich gelebt zu haben.

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