Das politische Profil der "neuen" NPD

Episode von Sozialwissenschaftliche Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU von Ludwig-Maximilians-Universität München · 29. Januar 2013

Die NPD ist augenblicklich nicht nur die stärkste und erfolgreichste rechtsextremistische Partei in Deutschland, sondern nimmt – und das ist das eigentlich "neue" und außergewöhnliche daran – nebenbei auch noch eindeutig die radikalsten Positionen ein. Was deren erstaunlichen Wiederaufstieg, der sich momentan in erster Linie auf die ostdeutsche Provinz konzentriert und sich dort mittlerweile auf staatlich alimentierte

Parlamentsfraktionen im sächsischen und mecklenburg-vorpommerischen Landtag stützen

kann, ausgesprochen erklärungsbedürftig macht und obendrein schon deshalb zu einer ausführlicheren Beschäftigung mit den mutmaßlichen Wurzeln und Beweggründen einlädt, da derartige Bestrebungen in der Bundesrepublik ansonsten kaum ein massenkompatibles Phänomen abgeben, sich stattdessen mehr oder minder komplett ausgegrenzt sehen. Wobei sich das ausgeprägte Nischendasein in der Nahaufnahme schnell als keineswegs alternativlos entpuppt, demoskopische Nachforschungen erfahrungsgemäß ein abweichendes Bild erbringen und der hiesigen Bevölkerung ein stattliches Potential an korrespondierenden

Gesinnungen und Ressentiments attestieren, das auf dem Papier klar über die meist marginalen Wahlergebnisse einschlägiger Gruppierungen hinausreicht.

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