Gleichberechtigung – aber bitte nicht so?

Episode von Sag‘s einfach. - Ehrlich. Direkt. Ohne Maske von Jennifer Siegert · 11. Oktober 2026 · 33 min

Wir reden von Emanzipation. Von Gleichberechtigung. Von modernen Rollenbildern.

Aber sind wir wirklich konsequent?

Warum soll beim ersten Date selbstverständlich der Mann bezahlen? Warum fühlen sich manche Männer weniger männlich, wenn ihre Partnerin mehr verdient? Warum wird der weibliche Körper so schnell sexualisiert? Und warum gelten bei Männern und Frauen teilweise noch immer völlig unterschiedliche Maßstäbe?

In dieser Folge geht es um Gender Pay Gap, Karriere, Teilzeit, Care-Arbeit, klassische Rollenbilder, Sexualisierung, Dating, männliche Selbstbilder und Schwangerschaftsabbruch.

Aber vor allem geht es darum, dass Gleichberechtigung keine Einbahnstraße sein kann.

Denn vielleicht müssen nicht nur Männer ihre Vorstellungen hinterfragen. Vielleicht müssen auch wir Frauen ehrlich schauen, wo wir selbst manchmal an alten Rollen festhalten – genau dann, wenn sie uns bequem erscheinen.

Und vielleicht bedeutet echte Gleichberechtigung am Ende gar nicht, dass Männer und Frauen gleich sein müssen.

Sondern dass beide frei sein dürfen, selbst zu entscheiden, wer sie sein wollen.

Ehrlich. Direkt. Ohne Maske.

📚 Quellen & Fakten

Die in der Folge verwendeten aktuellen Zahlen stammen überwiegend vom Statistischen Bundesamt (Destatis):

Gender Pay Gap Deutschland 2025: 16 % unbereinigter, 6 % bereinigter Gender Pay Gap.

Frauen in Führungspositionen 2024: 29,1 %.

Teilzeit 2025: 50,6 % der abhängig beschäftigten Frauen, gegenüber 14,3 % der Männer; bei erwerbstätigen Müttern mit minderjährigen Kindern lag die Teilzeitquote bei 66,4 %, bei Vätern bei 8,6 %.

Gender Care Gap 2022: Frauen leisteten durchschnittlich 43,4 % mehr unbezahlte Arbeit als Männer.

Schwangerschaftsabbrüche 2025: rund 106.000, davon 96 % nach der Beratungsregelung.

Rechtliche Grundlage zum Schwangerschaftsabbruch: §§ 218 und 218a StGB sowie das Schwangerschaftskonfliktgesetz.

Hinweis: Statistiken beschreiben gesellschaftliche Unterschiede – sie erklären nicht automatisch deren Ursache. Genau deshalb geht es in dieser Folge nicht nur um Zahlen, sondern auch um die Fragen dahinter.

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