Insekten, vegan, getreidefrei: Was taugt modernes Tierfutter?

Episode von Ratgeber von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) · 3. September 2026 · 6 min

Haustierfutter aus Insekten, vegane Ernährung, getreidefrei – es mag im Trend sein, doch was ist sinnvoll? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang ordnet die alternativen Futterkonzepte für Hund und Katze ein.

Getreide: Kein Teufelszeug

Die Angst vor Getreide im Tierfutter kommt aus der menschlichen Ernährungsdebatte. Für Hunde sind Kohlenhydrate grundsätzlich kein Problem. Bei der Katze ist weniger Getreide sinnvoller – sie will eigentlich Fleisch. Trotzdem: Trockenfutter braucht Getreidemehl, um seine Form zu behalten. Ein fester, gut geformter Kot zeigt, ob das Tier gut damit zurechtkommt.

Vegan und vegetarisch: Bei der Katze nicht möglich

Beim Hund lässt sich eine vegetarische Ernährung mit Eiern oder Milchprodukten ausgewogen gestalten. Bei der Katze funktioniert das nicht – sie braucht zwingend tierische Produkte. Die Gesamtration muss immer «einen ganzen Kuchen ergeben»: Alle lebenswichtigen Nährstoffe müssen enthalten sein.

Insektenfutter: Vielversprechend, aber nicht ganz einfach

Insektenprotein ist besonders für Allergiker interessant, kann aber selbst allergisch wirken. Ökologisch ist das Bild differenzierter als oft dargestellt: Insekten benötigen selbst hochwertiges Futter. Das eigentliche Potenzial liegt darin, Insekten auf organischen Reststoffen grosszuziehen – das wäre nachhaltig, günstig und ressourcenschonend.

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