Der Ausdruck des Ausdruckslosen - Chantal Akermans JEANNE DIELMAN
Episode von Projektionen Kinogespräche von Marcus Stiglegger, Benjamin Johann · 7. Juli 2025 · 1 h 42 min
Das Jahr 1975: Spielberg erfindet mit DER WEISSE HAI das Hollywoodkino neu, Laura Mulveys bis heute einflussreicher Essay "Visual Pleasure and Narrative Cinema" wird veröffentlicht - und ein radikal unkonventioneller Film einer gerade mal 25jährigen Belgierin stellt die Frage, was fortan überhaupt noch als Filmisch gilt. Chantal Akermans JEANNE DIELMAN, 23, QUAI DU COMMERCE, 1080 BRUXELLES stürzt sich in die Alltagsroutine einer Hausfrau und bricht thematisch wie ästhetisch mit den Konventionen des klassischen Erzählkinos. Ein Paradebeispiel für ein feministisches Kino? Eine Projektionsfläche für reduktionistische Interpretationen? Ein Vorreiter des Slow Cinema? Eine Alternative gegen, oder für das Erzählkino? Zusammen mit Dr. Bernd Aschenbrenner werden Benni und Marcus diesen Fragen nachspüren.
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