REDIGT zum 9. So. n. Trinitatis

Episode von PREDIGTEN aus der EVANGELISCHEN KIRCHE A.B. GOSAU von Pfarrerin Esther Eder · 2. August 2026 · 16 min

Liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer,

wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein – wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden. Paulus erscheint die Herrlichkeit Gottes, er tut einen Blick in den himmlischen Thronsaal und er erkennt, dass auf dem Thron Jesus Christus sitzt. Das führt ihn dazu, das Alte Testament noch einmal neu zu lesen. Nicht nur der Geist, sondern auch Christus begegnet als Herrlichkeit Gottes und verleiht denen, die an ihn glauben, Herrlichkeit, wie Paulus es den Kolossern schreibt: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Weil Paulus den verherrlichten Christus erkennt, wird er zum Bekenner Christi und Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird. Nur wer etwas riskiert, sich ganz auf das Wagnis mit Jesus Christus einlässt, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, der wird letztlich reich dastehen. Was für ein Widerspruch: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dem sein Lebenshaus steht auf festem und sicherem Grund.

Gott befohlen, Franz Scheuchl

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