PREDIGT vom 10.So.n.Trinitatis

Episode von PREDIGTEN aus der EVANGELISCHEN KIRCHE A.B. GOSAU von Pfarrerin Esther Eder · 9. August 2026 · 19 min

Liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer,

heute denken wir über das Verhältnis zwischen uns Christinnen und Christen mit Gottes Volk Israel nach. Wir feiern wie jedes Jahr den sogenannten ‚Israelsonntag‘.

Die Frage, wie wir Christinnen und Christen zu unseren jüdischen Glaubensgeschwistern stehen ist unverändert brisant.

Die politische Lage ist nach wie vor undurchsichtig, und vor allem emotional aufgeladen. Zuviel Leid, Not und Gewalt geschehen auf allen Seiten der Konflikte.

All das macht mich traurig und auch wütend. Ich will nicht vorschnell urteilen, merke, dass die Situation verfahren und undurchsichtig, äußerst bedacht betrachtet werden sollte. Gott gebe uns Weisheit. Möge seine Liebe über Hass regieren!

Nichts aber ändert die Tatsache, dass unser Gott einen Bund mit Israel eingegangen ist und dass wir Christinnen und Christen uns immer bewusst sein sollten, dass wir eine geschwisterliche Verbindung zu Israel haben.

Daher ist es wichtig, dass wir uns erinnern: Im Alten Testament wird uns Israel zum älteren Bruder, zur älteren Schwester. Wir stellen fest, ihr Weg mit Gott und ihre Beziehung zu Gott waren zumindest größtenteils durchwachsen – und staunen umso mehr über Gottes Geduld, Barmherzigkeit und Liebe zu uns (=allen!) Menschen.

Tatsächlich gibt es unsere, christliche Verbindung zu Gott nur, weil es die Verbindung Gottes mit Israel gibt.

Bleib behütet, Pfarrerin Esther Eder

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