41. Osnabrücker Piesberg – Zwischen Riesentausendfüßern und Schachtelhalmen

Episode von Paläotalk von Luan Thomas · 24. Juli 2026 · 56 min

Vor rund 300 Millionen Jahren lag das heutige Osnabrück nur wenige Grad nördlich des Äquators. Dichte Regen- und Sumpfwälder bedeckten die Landschaft und bildeten die Grundlage für die mächtigen Steinkohlevorkommen, die später am Piesberg abgebaut wurden. Zwischen den Kohleflözen verbirgt sich heute eine der bedeutendsten Fossillagerstätten des späten Karbons in Deutschland.

Hier lebten zwei Meter lange Riesentausendfüßer, seltene Rieseninsekten, Skorpione und urtümliche Spinnen, von denen einige weltweit nur an dieser Fundstelle bekannt sind. Hinzu kommen außergewöhnlich gut erhaltene Pflanzenfossilien, darunter das nahezu einzigartige Wurzelorgan eines Siegelbaums. Gemeinsam mit Paläontologe Patrick Chellouche vom Museum am Schölerberg in Osnabrück reisen wir in die Steinkohlewälder des Karbons und sprechen darüber, wie aus tropischen Sümpfen Kohle entstand und warum der Piesberg weltweit eine so besondere Fossillagerstätte ist.

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©Bildcopyright: Hermann Pentermann

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