50. überLeben Walheimat Urmeer – Als Wale und Seekühe kurz vor Detmold lebten

Episode von Paläotalk von Luan Thomas · 9. Oktober 2026 · 1 h 00 min

Mit dem Ende der Dinosaurier begann ein neues Kapitel der Erdgeschichte. Neue Lebensräume entstanden, Säugetiere breiteten sich immer weiter aus – und einige ihrer Nachfahren wagten im Laufe der Evolution sogar den Schritt zurück ins Wasser. Genau hier setzt das letzte Kapitel unserer Reise durch die Erdgeschichte Nordrhein-Westfalens an: Die Paläontologische Landesausstellung „überLeben – Walheimat Urmeer“ im Lippischen Landesmuseum Detmold führt uns in eine Zeit, in der dort, wo heute Städte, Wälder und Felder liegen, ein warmes Flachmeer lag. Vom 26. September 2026 bis zum 4. April 2027 können Besucherinnen und Besucher in diese längst vergangene Meereswelt eintauchen.

Damals eroberten die ersten Seekühe, Wale und Robben das Wasser. Ihre Vorfahren lebten noch an Land, doch im Laufe der Evolution passten sie sich immer stärker an das Leben im Meer an. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist der Kervenheimer Wal. Das rund 6,5 Meter lange Fossil wurde bei Kevelaer-Kervenheim am Niederrhein entdeckt und zeugt davon, dass einst auch Wale durch die Gewässer des heutigen Nordrhein-Westfalens schwammen. Doch sie waren längst nicht die einzigen Tiere: Fossile Haizähne belegen die Anwesenheit beeindruckender Räuber, darunter auch Carcharodon hastalis, ein ausgestorbener Großhai.

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©Bildcopyright: Lippisches Landesmusem Detmold

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