Warum der Vergleich mit anderen Dich täuscht.
Episode von MutDurchbruch von Doreen Falkenthal · 4. Oktober 2026 · 12 min
Folge 141: Manchmal reicht ein einziger Blick auf einen anderen Menschen und plötzlich fühlt sich das eigene Können viel kleiner an.
Genau das ist mir passiert.
Ich saß gerade an meinem neuen Buch und schrieb ausgerechnet über den Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“, als ich auf Instagram eine Frau aus meiner CrossFit-Box sah, die sportlich auf einem ganz anderen Level unterwegs ist.
Innerhalb weniger Sekunden war dieser Gedanke da:
Das schaffe ich nie.
Ich wollte bis zum Ende des Jahres ein paar sportliche Ziele erreichen. Einen Handstand. Saubere Liegestütze. Mehr Ausdauer beim Joggen.
Dann kam die ehrliche Frage:
Wie viel habe ich in den vergangenen Monaten eigentlich genau dafür geübt?
Die Antwort war ziemlich klar.
Dieser Moment hat mich lachen lassen.
Denn wie oft vergleichen wir uns mit Menschen, die seit Jahren Zeit, Energie und Training in etwas investieren, während wir selbst ganz woanders stehen?
Plötzlich machen wir aus einem Unterschied im Training einen Unterschied im eigenen Wert.
Dabei wäre der liebevollere Vergleich so viel näher:
Wie war ich vor einem Jahr?
Vor einem Jahr hatte ich noch mit einer Schulterverletzung zu tun. Heute kann ich meinen Arm wieder frei bewegen, an einer Stange hängen und Dinge tun, von denen ich damals gehofft habe, dass sie irgendwann wieder möglich werden.
Das ist Entwicklung.
Vielleicht darfst auch Du heute einmal genauer hinschauen, wenn dieser Satz in Dir auftaucht:
„Ich bin nicht gut genug.“
Gut genug für was?
Gemessen an wem?
Welches Ziel möchtest Du wirklich erreichen?
Welche Zeit, Energie und Übung möchtest Du dafür einsetzen?
Manchmal brauchen wir keine härtere Stimme in unserem Kopf.
Wir brauchen einen ehrlichen Blick auf unseren eigenen Weg.
Einen Blick, der sieht, was bereits gewachsen ist.
Einen Blick, der anerkennt, was heute möglich ist.
Vielleicht liegt genau darin Dein Wendepunkt:
Vergleiche Dich mit der Person, die Du einmal warst und schau, wie weit Du bereits gekommen bist.
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