KI-Workshops: Warum „User-Feedback“ allein Ihr Projekt ruinieren kann
Episode von IT for Business Podcast von Mirko Peters · 9. Juli 2026 · 20 min
Viele Unternehmen starten ihre KI-Initiativen mit einem Workshop voller Ideen und Anwendungsfälle. Doch genau hier beginnt häufig das Problem. User-Feedback ist wertvoll, ersetzt jedoch weder Architekturentscheidungen noch Governance oder eine langfristige Betriebsstrategie. In dieser Episode erfahren Sie, wie erfolgreiche KI-Workshops aufgebaut werden und warum die richtigen Teilnehmer, eine klare Reihenfolge und belastbare Entscheidungsgrundlagen wichtiger sind als möglichst viele kreative Ideen.Sie lernen, wie aus einem Workshop konkrete Pilotprojekte entstehen und wie Sie Schatten-KI, Vendor Lock-in und teure Fehlentscheidungen bereits vor Projektbeginn vermeiden.
Warum User-Feedback allein keine KI-Strategie ist
Mitarbeitende kennen die täglichen Herausforderungen im Unternehmen besser als jeder Berater. Dennoch beantwortet User-Feedback nicht die entscheidenden Fragen zur Architektur, Sicherheit oder zum späteren Betrieb.
In diesem Abschnitt sprechen wir über:
Den Unterschied zwischen Nutzerfeedback und Projektsteuerung
Warum Prozessschmerz nicht automatisch die richtige Lösung definiert
Architektur statt Tool-Auswahl
Risiken durch Schatten-KI
Governance und Verantwortlichkeiten
Betriebsfähigkeit von Anfang an berücksichtigen
Die richtigen Teilnehmer für einen erfolgreichen KI-Workshop
Ein erfolgreicher Workshop benötigt mehr als Fachbereiche und Moderation. Erst wenn alle relevanten Rollen vertreten sind, entstehen tragfähige Entscheidungen.Dabei behandeln wir unter anderem:
Fachbereich und Prozessverantwortliche
IT-Architektur
Security und Datenschutz
Betriebsrat bei relevanten Anwendungsfällen
Management und Budgetverantwortliche
Rollen und Verantwortlichkeiten im späteren Betrieb
Die richtige Reihenfolge entscheidet über den Erfolg
Viele KI-Workshops beginnen mit Tool-Diskussionen. Erfolgreiche Unternehmen gehen den umgekehrten Weg und definieren zunächst Geschäftsproblem, Prozesse und Datenbasis.Wir sprechen unter anderem über:
Geschäftsziele klar definieren
Prozesse analysieren
Datenqualität und Datenquellen bewerten
Risiken frühzeitig identifizieren
Zielarchitektur entwickeln
Erst danach geeignete Technologien auswählen
Die wahren Kosten entstehen im Betrieb
Der eigentliche Aufwand beginnt nicht beim Pilotprojekt, sondern nach dem Go-Live. Betrieb, Wartung und Governance werden häufig unterschätzt und verursachen langfristig die größten Kosten.Schwerpunkte dieses Kapitels:
Day-2-Operations
Monitoring und Logging
Lizenz- und API-Kosten
Governance und Compliance
Vendor Lock-in vermeiden
Schatten-KI verhindern
Betriebs- und Datenmodell sauber planen
So strukturieren Sie einen KI-Workshop mit echten ErgebnissenEin guter Workshop endet nicht mit einer Ideensammlung, sondern mit klaren Entscheidungen und einer priorisierten Roadmap für die nächsten Schritte.
In dieser Episode erfahren Sie außerdem:
Stakeholder-Matrix vorbereiten
Zielprobleme definieren
Ausschlusskriterien festlegen
Use Cases priorisieren
Pilotprojekte identifizieren
Verantwortlichkeiten festlegen
Architektur- und Betriebsentscheidungen dokumentieren
Fazit
Erfolgreiche KI-Workshops entstehen nicht durch möglichst viele Ideen, sondern durch klare Prozesse, belastbare Architekturentscheidungen und realistische Priorisierung. Wer User-Feedback als wichtigen Input versteht, gleichzeitig aber Governance, Datenqualität und Betriebsmodell früh berücksichtigt, schafft die Grundlage für nachhaltige KI-Projekte mit echtem wirtschaftlichem Mehrwert.Abonnieren Sie den IT for Business Podcast und erhalten Sie regelmäßig praxisnahe Einblicke rund um Enterprise AI, IT-Strategie, Cloud, Cybersecurity, Infrastruktur und Digitalisierung – speziell für Geschäftsführer, CIOs, IT-Leiter und Entscheider im Mittelstand.
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