[Buchrezension] Quiet Girl – Debbie Tung über das Leben als Introvertierte
Episode von Im Buchfieber: Der Podcast von Literaturlounge.eu von LiteraturLounge · 4. Oktober 2026 · 7 min
Die Besprechung stellt die Graphic Novel „Quiet Girl“ von Debbie Tung vor. Im Mittelpunkt steht Debbie, die lieber Nachrichten schreibt als telefoniert, Partys meidet und einen ruhigen Tag mit Tee, Buch und Regenwetter bevorzugt. Das Buch beschreibt eine introvertierte Person, die sich fragt, ob mit ihr etwas nicht stimmt, sich aber zugleich mit sich selbst wohlfühlt.
Die Rezensentin ordnet das Werk als einfühlsames Comicbuch über introvertiertes Leben in einer extrovertierten Welt ein. Sie betont, dass viele Leserinnen und Leser das Bedürfnis nach Ruhe, Alleinsein und einem „sozialen Akku“, der sich in der Einsamkeit wieder auflädt, gut kennen dürften. Das Buch zeige, dass dieses Empfinden normal sei.
Als weiterer Schwerpunkt wird beschrieben, wie anstrengend es sein kann, sich im Alltag oder im Beruf den Erwartungen anderer anzupassen. Das Buch spreche auch das Gefühl an, sich zu verstellen, um der Norm zu entsprechen. Zugleich wird hervorgehoben, dass Freundschaft und Partnerschaft wichtig sind, solange beide Seiten einander Freiraum lassen.
Zur Gestaltung sagt die Rezensentin, die Zeichnungen seien schlicht und schwarz-weiß, vermittelten aber dennoch die Gefühle gut. Auch Übersetzung, Druck und Papier werden positiv erwähnt. Besonders gefallen habe ihr die liebevolle Gestaltung sowie die Figuren Debbie und Jason.
Abschließend nennt sie das Buch mit Erscheinungsjahr 2022 und einem Preis von 15 Euro. Sie empfiehlt, es in einer Buchhandlung anzusehen, wenn man sich mit den beschriebenen Gefühlen identifiziert oder eine introvertierte Person kennt.
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