Die drei Ringe: Religiöse Komplexität und die Entstehung der Religionen (8. bis 15. Jahrhundert)
Episode von Historisches Kolleg von L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung · 13. April 2020 · 54 min
In der öffentlichen Debatte erscheinen die sogenannten monotheistischen Religionen als Ursache von Gewalt und religiöser Intoleranz. Neuere Forschungen haben jedoch erste Ansätze für alternative historische Konstruktionen vorgelegt. An diesen knüpft das Forschungsvorhaben an. In seinem Zentrum steht die Frage, wie die mittelalterlichen Gesellschaften unter christlicher und islamischer Herrschaft die Realität der religiösen Vielfalt organisiert, erklärt und bewertet haben. Leitende These ist, dass sich die Traditionen von Juden, Christen und Muslimen als Folge sozialer Prozesse voneinander abgrenzten und zu "Religionen" im modernen Sinne wurden. Der soziale und theologische Exklusivismus war nicht durch die Entscheidung für den einen Gott vorgegeben, sondern Ergebnis eines langen Prozesses. In einem öffentlichen Vortrag am Historischen Kolleg stellt Prof. Dr. Dorothea Weltecke ihre Forschungen vor.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_dorotheaweltecke
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