#45: Dunkelflaute: Wie viel Speicher braucht die Energiewende?
Episode von fossilfrei - der Energiewendepodcast des DIW Berlin von Alexander Roth und Wolf-Peter Schill vom DIW Berlin · 21. Juli 2026 · 1 h 14 min
Heute geht es weiter mit dem Reizthema Dunkelflauten, über das wir aber einmal mehr unaufgeregt sprechen wollen. Zu Gast ist ein weiteres Mal Martin Kittel. In der letzten Folge haben wir mit ihm schon ausführlich darüber gesprochen, was Dunkelflauten eigentlich sind und wie man sie misst – wir fassen das am Anfang noch mal kurz zusammen. Schwerpunkt dieser Folge ist dann die Frage, wie wir das erneuerbare Energiesystem der Zukunft für extreme Dunkelflauten wappnen können. Zuerst geben wir einen breiten Überblick über die möglichen Beiträge verschiedener Flexibilitätstechnologien und stellen fest: Optionen zur Überbrückung kurzer Ereignisse gibt es sehr viele – je länger aber Energie bereitgestellt werden muss, desto herausfordernder wird es. Danach liegt der Fokus auf der Frage, wie viele wasserstoffbasierte Langfrist-Stromspeicher für die Überbrückung extremer Dunkelflauten in einem 100% erneuerbaren europäischen Energiesystem nötig sind. Grundlage hierfür ist unser kürzlich in Nature Communications veröffentlichter Fachartikel. Wir diskutieren, ob derart große Speicher tatsächlich realisiert werden können. Spoiler: grundsätzlich ja – aber man muss mal anfangen! Wenn euch fossilfrei gefällt, freuen wir uns immer über Abos, freundliche Rezensionen und gute Bewertungen – und natürlich auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
00:35 Willkommen
02:36 Recap: Was sind Dunkelflauten und wie misst man sie?
07:55 Technologien zum Umgang mit extremen Dunkelflauten
10:57 Kurzfriststromspeicher: Batterien und Pumpspeicher
17:40 Langfriststromspeicher: Wasserstoffkavernen
20:41 Andere wasserstoffbasierte Speicher und Wärmespeicher
23:48 Konventionelle Kraftwerke, CCS und Bioenergie
29:51 Wasserkraft und Grundlastkraftwerke
33:23 Nachfrageflexibilität und Stromhandel mit dem Ausland
37:22 Studie: Speicher für ein 100 % erneuerbares Energiesystem
43:01 Speicherbedarf schwankt zwischen Jahren und steigt ohne EU-Stromaustausch
48:20 Sind derart große Speicher realisierbar?
52:29 Zusammenspiel von Kurz- und Langfristspeichern in der Dunkelflaute
54:18 Was ändert sich durch Atomkraft oder fossile Backup-Kraftwerke?
57:09 Kritische Annahmen: Strom- und Wasserstofftransport
1:00:34 Schlussfolgerung: Jetzt in Langfristspeicher einsteigen!
1:03:39 Speicher für sehr seltene Ereignisse kommen nicht von selbst
1:07:43 StromVKG: H2-ready Kraftwerke als Teil von Stromspeichern?
1:10:12 Mini-Zusammenfassung der Folge
1:13:03 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Fachartikel “Long-duration electricity storage needs for coping with Dunkelflaute events in Europe”
Fachartikel “Multi-threshold time series analysis enables characterization of variable renewable energy droughts in Europe”
Ariadne-Explainer: Welche Rolle spielen Speicher in der Energiewende?
Ariadne-Explainer: Was sind Wasserstoffspeicher und welche Rolle spielen sie in der Stromversorgung der Zukunft?
Ariadne-Explainer: Was sind eigentlich Wärmespeicher und wofür brauchen wir sie in der Energiewende?
fossilfrei #44: Die Vermessung der Dunkelflaute
fossilfrei #42: Mit Fernwärme und Wärmespeichern die Energiewende beschleunigen!
fossilfrei #34: Brauchen wir noch Grundlastkraftwerke?
fossilfrei #29: Wasserstoffspeicher für die Energiewende: Technik ist da, Investitionsanreize fehlen
fossilfrei #27: Kurzfristig, langfristig, exotisch: Energiespeicher erklärt
Aktuelle Daten zu Energiespeichern auf dem Open Energy Tracker
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Lizenz und Zitiervorschlag
Lizenz: CC-BY 4.0
Zitiervorschlag: Alexander Roth und Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 45 „Dunkelflaute: Wie viel Speicher braucht die Energiewende?“ 21.07.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
Das Transkript als Volltext
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