#44: Die Vermessung der Dunkelflaute

Episode von fossilfrei - der Energiewendepodcast des DIW Berlin von Alexander Roth und Wolf-Peter Schill vom DIW Berlin · 19. Juni 2026 · 1 h 03 min

Heute gibt es mal wieder eine DIW-interne Folge. Wolf-Peter Schill spricht mit Martin Kittel über ein echtes Reizthema der Energiewende, die berüchtigte Dunkelflaute. Basierend auf eigenen Forschungsarbeiten erklären wir, warum zwar Viele (mit unterschiedlichen Begriffen) über dieses Phänomen sprechen – es aber gleichzeitig so schwierig ist, konkret zu definieren, was eine Dunkelflaute eigentlich ist und wie man sie messen kann. Dafür diskutieren wir drei verschiedene Ansätze mit ihren Vor- und Nachteilen, die zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Wenn euch das zu nerdig ist, könnt ihr in den zweiten Teil springen, wo es um extreme europäische Dunkelflauten in den letzten vier Jahrzehnten geht. Spoiler: sie sind länger, als die meisten denken – aber es ist auch nicht so, dass es währenddessen gar keinen erneuerbaren Strom gibt. Zudem können ein erneuerbarer Technologiemix und ein europäischer Stromverbund die Länge der Extremereignisse deutlich verringern. Zuletzt ordnen wir die Ergebnisse einer Kurzstudie von Uniper, die zuletzt Schlagzeilen machte, kurz ein. Die Frage, mit welchen Technologien man das erneuerbare Energiesystem am besten gegen Dunkelflauten absichert, kann mit diesen Methoden allerdings nicht beantwortet werden. Und das ist auch nicht Thema diese Folge – darüber reden wir dann nächstes Mal!

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Kapitel

00:00 Intro

00:29 Willkommen

02:29 Warum werden Dunkelflauten relevanter?

05:04 Warum ist die Vermessung der Dunkelflaute so schwierig?

08:55 Ansatz 1: Analyse des erneuerbaren Stromangebots

16:17 Ansatz 2: Untersuchung der Residuallast

20:43 Ansatz 3: Fokus auf Strompreise

26:15 Gibt es bessere Begriffe als „Dunkelflaute“?

29:57 Quantifizierung von Dunkelflauten in Europa

34:42 Portfolioeffekt: Vorteile eines Technologie-Mixes

36:04 Verbundeffekt: Vorteile des europäischen Stromaustauschs

41:41 Die größte Dunkelflaute in den historischen Daten

48:03 Einordnung der Uniper-Kurzstudie

57:08 Fazit: was lernen wir aus diesen Analysen und was nicht?

59:52 Kampfbegriff oder relevantes Phänomen?

1:02:07 Wir freuen uns auf euer Feedback!

Links

Fachartikel „Measuring the Dunkelflaute: how (not) to analyze variable renewable energy shortage“

Fachartikel “Multi-threshold time series analysis enables characterization of variable renewable energy droughts in Europe”

Früherer Fachartikel „Frequency and duration of low-wind-power events in Germany”

Kurzstudie zu Dunkelflauten von Uniper

fossilfrei #11 zur Nationalen Wasserstoffstrategie

fossilfrei #43 zur Relevanz von Erneuerbaren und Elektrifizierung

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Lizenz und Zitiervorschlag

Lizenz: CC-BY 4.0

Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 44 „Die Vermessung der Dunkelflaute“ 19.06.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html

Transkript

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